Lesung am 1. April

Werra-Rundschau präsentiert Dramatiker Rolf Hochhuth in der Stadthalle Eschwege

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Kommt zu einer letzten Lesung in seine Heimatstadt: der Theaterdramatiker Rolf Hochhuth.

Eschwege. Der in Eschwege geborene Dramatiker Rolf Hochhuth wird am 1. April zu einer Lesung nach Eschwege kommen. Nach eigener Aussage wird es die letzte Lesung sein, die der Schriftsteller in Eschwege abhalten wird.

Gleichzeitig möchte Hochhuth mit den Eschwegern seinen Geburtstag feiern. Am 1. April wird er 86 Jahre alt. Hochhuth gilt als rigoroser Moralist und Mahner, wie ihn das Metzler Autoren-Lexikon bezeichnet. Wiederholt setzte sich Hochhuth mit der NS-Vergangenheit auseinander. Der Einzug amerikanischer Truppen am 3. April 1945 in Eschwege hat ihn dabei bis heute tief geprägt. Dieses Ereignis sollte in seinem späteren Werk Spuren hinterlassen. 

Sei berühmtestes Stück, das ihm auch den internationalen Durchbruch verschaffte, war der „Der Stellvertreter“. Hier prangert Hochhuth Versäumnisse des Vatikans während der NS-Zeit an. Das Bühnenstück wurde 1963 in Berlin uraufgeführt. Im Anschluss löste es die bis dahin größte Theaterdebatte der Bundesrepublik Deutschland aus. International sorgte Hochhuths Erstling für großes Aufsehen. Das Stück hat in anderen europäischen Ländern zu Tumulten während und nach Aufführungen geführt. 1964 wurde es mit großem Erfolg am New Yorker Broadway inszeniert. „Der Stellvertreter“ war auch Ursprung der sogenannten „Laternen-Affäre“ 1963 an der Friedrich Wilhelm-Schule, die zu einer deutschlandweiten Diskussion über die Pressefreiheit für Schülerzeitungen führte. Auf Einladung der WR kommt Hochhuth nun am 1. April, um 19 Uhr zu einer Lesung in die Eschweger Stadthalle. „Das wird wohl meine letzte Lesung in meiner Heimatstadt sein“, sagt Hochhuth. Karten gibt es ab sofort zum Preis von fünf Euro in der Geschäftsstelle der Werra-Rundschau am Stad. Der Erlös kommt einer karitativen Einrichtung zugute.

Vier Gründe dafür, warum sich ein Besuch bei Hochhuths letzer Lesung in Eschwege lohnt, lesen Sie in der gedruckten Samstagsausgabe der Werra-Rundschau und im E-Paper. 

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