Letzte freie Schule im Kreis ist bei den Kindern beliebt

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Werra-Meissner. Obwohl die Zahlen der Schüler im Werra-Meißner-Kreis aufgrund der geburtenschwachen Jahrgänge kontinuierlich sinken, bleiben die Anmeldungen an der Waldorf-Schule in Eschwege – die einzige Schule im Kreis in freier Trägerschaft – konstant.

„Wir wachsen gegen den Trend“, erklärt dazu Heinz-Peter Gumpricht, Geschäftsführer des Vereins, der Waldorfschule und -kindergarten in Eschwege trägt. Eine weitere alternative Schule, die von Land.Leben.Schule im Werratal angedachte Freie Schule, wird momentan nicht umgesetzt, berichtet Katharina Franke vom Verein.

In den vergangenen sechs Jahren ist zum Beispiel die Anzahl der Mädchen und Jungen, die im Kreis eine Grundschule besuchen, um rund 250 zurückgegangen. Waren es im Schuljahr 2011/2012 laut Statistischem Landesamt Hessen noch 3296, so sank die Zahl im Schuljahr 2013/2014 bereits auf 3039 und liegt im aktuellen Schuljahr 2016/2017 nur noch bei 2954 Schülern.

Die Zahlen entsprechen damit dem hessischen Trend. Im aktuellen Schuljahr besuchen im Bundesland 210 938 Kinder Grundschulen. Im Schuljahr 2011/2012 waren es 209 165 Schüler. 252 972 Jungen und Mädchen besuchten allerdings noch im Schuljahr 2000/2001 die hessischen Grundschulen.

Solche Schwankungen gab es in den vergangenen Jahren an der Waldorfschule nicht. Hier waren es gleichbleibend rund 130 Schüler in jedem Jahrgang, berichtet Gumpricht. Das könne unter anderem daran liegen, dass die Waldorfschule, in der nach dem Prinzip von Rudolf Steiner unterrichtet wird, eine gewisse Attraktivität im Kreis genieße und die Eltern auf der Suche nach besonderer Betreuung für ihre Kinder seien. Mit der aktuellen Schülerzahl ist die Waldorfschule noch nicht ausgelastet. „Wir hätten noch Luft nach oben“, so der Geschäftsführer.

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