Linke wollen höhere Steuer für Spielautomaten in Eschwege

Eschwege. Die Eschweger Linke will in der Kreisstadt eine höhere Spielapparatesteuer durchsetzen. Das kündigt Fraktionsvorsitzender Bernhard Gassmann an.

Eschwege verlange für Automaten, die in Spielhallen aufgestellt sind, lediglich 13 Prozent vom Bruttoumsatz und für Geräte, die in Gaststätten stehen, sogar nur zehn Prozent. „Wir halten einen Satz von wenigstens 19 Prozent für angebracht“, sagt Gassmann. Dieser Steuersatz solle dann für Automaten in reinen Spielhallen und ebenso für Geräte in Gaststätten erhoben werden. Einen entsprechenden Antrag wollen die Linken nach Angaben ihres Fraktionschefs schon während der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am kommenden Donnerstag diskutieren.

Gassmann argumentiert, dass die Spielapparatesteuer in den meisten anderen Städten und Gemeinden deutlich über dem Eschweger Satz liege. „Da werden zum Teil 20 Prozent vom Bruttoumsatz verlangt“, sagt der Stadtverordnete. „Wir sollten auch aus sozialpolitischen Erwägungen heraus hier weiter gegensteuern.“

Gassmann sieht den „Markt gerade im Umbruch“. Auch in Eschwege gebe es Bemühungen, weitere Spielhallen aufzubauen. Als ein Beispiel nennt er das Bowlingcenter an der Niederhoner Straße. Dort würden die Eigentümer Pläne zur Umgestaltung verfolgen. Entsprechende Bauvoranfragen seien bereits gestellt.

Gassmann rechnet vor, dass nach Angaben der Suchthilfe allein in Eschwege pro Jahr fünf Millionen Euro verspielt würden.

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