4500 Sandsäcke pro Stunde

Lions Club spendet Sandsack-Befüllmaschine an Technisches Hilfswerk

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Mit ganz anderen Geschwindigkeiten: die eingespielte Mannschaft befüllt nun 4500 Sandsäcke pro Stunde.

Eschwege. Das Technische Hilfswerk hat eine Sandsack-Befüllmaschine vom Lions Club Eschwege-Werratal gespendet bekommen.  

Der große Radlader rollt an und kippt eine große Schaufel voller Sand in die neue Sandsackabfüllanlage des Technischen Hilfswerks (THW) Eschwege. Über ein Rührwerk verteilt die Maschine den Sand dann auf die sieben Abgänge. Dort wird er von den Arbeitern in Säcken aufgefangen. Diese müssen dann nur noch zugeschnürt und gestapelt werden.

„Durch das Abfüllen an den sieben Stationen schafft eine eingespielte Mannschaft eine Stückzahl von circa 4500 Sandsäcken pro Stunde. Auch Ungeübte können mithelfen“, erklärt Zugführer Michael Kuss-Schönzart. Im Vergleich zur alten Methode ist das ein riesiger Fortschritt für die Freiwilligen: Bisher wurde der Sand per Hand in einen Verkehrsleitkegel gegeben, welcher als Trichter diente und beim Abfüllen half. Eine körperlich schwere Arbeit, die schnell zur Ermüdung und Rückenschmerzen führte. Lediglich 400 Säcke je Stunde schafften zehn Helfer auf diese Weise.

Doch damit ist jetzt zum Glück Schluss und das hat der THW Ortsverband Eschwege der großzügigen Spende des Lions Clubs zu verdanken. Dieser übernahm die gesamten Anschaffungskosten in Höhe von 11 800 Euro. „Das ist ein Weihnachtsgeschenk für den THW“, freut sich Silke Völksch, Präsidentin des Lions Clubs Eschwege-Werratal, bei der offiziellen Übergabe am Mittwochabend. Möglich machten das die Spenden und Verkäufe aus den Adventskalendern des vergangenen und dieses Jahres.

Die Idee für die Spende war vor rund einem Jahr entstanden. Beim gemeinsamen Essen, welches auf dem damals neuen Gasherd gekocht wurde, welcher ebenfalls vom Lions Club gespendet wurde, kam das Gespräch auf die benötigte Sandsackabfüllmaschine.

Der THW selbst habe begonnen, Spenden zu sammeln, um eigene Rücklagen zu bilden, erzählt Kuss-Schönzart. Umso größer war dann natürlich die Freude, als der Lions Club bekannt gab, für alle Kosten aufzukommen. Als Zeichen des Dankes trägt die neue Maschine jetzt den imposanten Namen „König der Lions“.

Von Selina Kaiser

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