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Lösung für den Werratalsee muss her: Eschweger Parlament will sich mit allen abstimmen

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Von: Jessica Sippel

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Im Sommer wie im Winter ein herrlicher Anblick: Der Werratalsee wird von zwei Gemeinden, Vereinen, Gastronomen, Unternehmern und Touristen gleichermaßen genutzt. Deshalb soll nun ein einheitliches Konzept her.
Im Sommer wie im Winter ein herrlicher Anblick: Der Werratalsee wird von zwei Gemeinden, Vereinen, Gastronomen, Unternehmern und Touristen gleichermaßen genutzt. Deshalb soll nun ein einheitliches Konzept her. © Tobias Stück

Für die Nutzung und den Tourismus um den Werratalsee muss ein einheitliches Konzept her – in diesem Punkt sind sich die Fraktionen der Eschweger Stadtverordnetenversammlung einig.

Eschwege – Deshalb beschlossen die Stadtverordneten einstimmig ihren gemeinsam formulierten Beschluss, dass sich alle Beteiligten an einen Tisch setzen sollten: Vertreter der Stadtverordnetenversammlung Eschwege und der Gemeinde Meinhard zusammen mit See-Anrainern, Vertretern des Geo-Naturparks, der Wirtschaftsförderung, des Werra-Meißner-Kreises ebenso wie Tourismusorganisationen und Vereine. Gemeinsam soll über die Sachverhalte diskutiert werden mit dem Ziel einer gemeinsamen und mit allen abgestimmten Ausrichtung der „Destination Werratalsee“. Der Magistrat der Stadt Eschwege wurde beauftragt, eine entsprechende Sitzung mit zu initiieren.

„Über Jahrzehnte ist nichts passiert, jeder plant und will etwas – wir brauchen aber eine Richtung, wie wir den See gemeinsam nutzen können“, sagte Alexander Feiertag von der SPD. Alle Beteiligten müssten an einem Strang ziehen – auch wenn es in der Vergangenheit Uneinigkeiten gab.

Lösung für Obdachlose

Eine Lösung wollen die Stadtverordneten auch für die Unterbringung der Obdachlosen in Eschwege finden. Eine Unterbringung in Containern in Niddawitzhausen ist vom Tisch. „Das wäre keine Hilfe für die Ärmsten der Armen, sondern ein Abschieben aus dem Stadtbild“, sagte Knut John (SPD) dazu. „Unser Herz hängt da nicht dran“, zeigte sich auch Bürgermeister Alexander Heppe für andere Vorschläge offen.

Die Stadtverordneten stimmten einstimmig für den Antrag der SPD-Fraktion, die eine konkrete Satzung zur Unterbringung und konkrete Hilfen für Obdachlose fordert. Ebenfalls einstimmig beschlossen die Stadtverordneten den Ergänzungsantrag der Grünen-Fraktion, die Planungen für die Containerunterkunft in Niddawitzhausen auszusetzen und Planungen für eine Unterbringung in der Kernstadt unter den vorgenannten Aspekten zu forcieren.

Weiterhin sollen der Haupt- und Kulturausschuss (federführend) und der Ausschuss für Familie und Soziales über die Thematik beraten und über Erfahrungen der Unterbringung und Betreuung von Obdachlosen in Eschwege sowie die bisherigen Planungsschritte berichten.

Klärschlamm

Die Entsorgung von Klärschlamm bereitet dem Zentralklärwerk zunehmend mehr Probleme. Eigentlich waren im Haushalt 2022 die Kosten für den dringend nötigen Umbau der Pressanlage eingeplant, mit dem das Problem behoben werden soll. Man könne aber nicht länger warten, wie Andreas Hölzel, Vorsitzender des Finanzausschusses, erklärt. Nach neuen Erkenntnissen wird der Umbau 220 000 Euro kosten – statt wie zuvor geschätzt 120 000 Euro.

Der Vorschlag: Die im Haushalt 2021 eingeplanten 250 000 Euro für die Sanierung des Faulturms außerplanmäßig früher für den Umbau der Pressanlage des Klärwerks heranziehen, den Faulturm dafür im Haushalt 2022 einplanen. Eine Umbuchung also. Die Stadtverordneten beschlossen den Vorschlag einstimmig.

Von Jessica Sippel

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