Lothar Quanz: Werraversalzung ist Gefahr für den See

Eschwege. Die aktuelle Diskussion um die Qualität des Werratalsees sieht Landtagsabgeordneter Lothar Quanz in einem ganz engen Zusammenhang mit der Werraversalzung. Zwischen der unter anderem mit Phosphat und Chlorid belasteten Werra und dem Werratalsee ergäben sich unvermeidlich Austausche im Grundwasserbereich.

„Je länger die Werra mit minderer Qualität ihren Lauf nimmt, desto mehr ist die Wasserqualität des Sees gefährdet“, sagt Quanz. „Wenn der See tatsächlich kippen sollte, wenn ein dauerhaftes Badeverbot verhängt werden müsste, dann wäre das das Ende aller Bemühungen um die Stärkung des Tourismus in unserer Region.“

Quanz befürchtet, dass Millionen von EU-Geldern, die in den Ausbau des Sees zur Förderung des Tourismus geflossen seien, dann sinnlos ausgegeben wurden. Quanz hält es für fahrlässig, dass die Versenkerlaubnis demnächst erneut verlängert wird, wenn wie vermeldet die Trinkwassergewinnung und die Heilquellen bei Bad Hersfeld in Gefahr gerieten.

„Dadurch droht die Stilllegung der Produktion im Kalirevier und damit ergibt sich eine konkrete Bedrohung für Tausende von Arbeitsplätzen“, sagt Quanz. Der vom Umweltministerium vorgelegte Vierphasenplan, der K+S die Versenkung bis 2021 gestattet, sei auf Sand gebaut. (ts)

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