Mit viel Liebe zur Musik

Männergesangverein in Niddawitzhausen feiert 125-Jähriges

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Feiern Jubiläum: die Mitglieder des Männergesangvereins MGV Harmonie Niddawitzhausen, hier bei einem Auftritt im Seniorenheim „Am Brückentor“ in Eschwege. 

Niddawitzhausen. Auf 125 Jahre Vereinsgeschichte blickt der Männergesangverein Harmonie Niddawitzhausen zurück. Deshalb lädt er am Samstag, 11. November, zur Jubiläumsfeier ein.

Gegründet wurde der Verein bereits im Jahr 1892. Davon zeugen bis heute einige Liederbücher aus dem Gründungsjahr, die den Stempel „Militair-Verein Niddawitzhausen“ tragen.

Nachdem das Vereinsgeschehen während des Ersten Weltkriegs ruhte, wurde der Verein im Jahre 1924 neu gegründet und erhielt den Namen Harmonie, der ihn bis heute begleitet. Unter dem Namen erzielte der Verein bereits wenig später große Erfolge bei Sängerwettstreiten in einem Umkreis von 50 Kilometern: Die zirka 60 Sänger erreichten diese mit der Eisenbahn oder mit Pferdefuhrwerken und gewannen sowohl Klassen- als auch Hauptehrenpreise. Als Chorleiter agierte dabei seit der Neugründung der Lehrer der einklassigen Volksschule des Ortes, Max Karwetzky, der sich bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges als Dirigent des Männergesangvereins und Organist in der evangelischen Kirche engagierte.

Sechs Jahre nach der Wiedergründung des Vereins wurde zudem eine Fahne beschafft, die die Sänger bis heute zu offiziellen Anlässen begleitet. Während des Zweiten Weltkrieges ruhte der Verein, bevor man das Singen im Jahre 1947 wieder aufnahm und durch das Eintreten vieler Geflüchteter auf eine Stärke von 70 Sängern anwuchs. Daraufhin steigerte sich das Niveau des Männergesangvereins weiter und machte ihn im Umkreis durch die kontinuierliche Arbeit der Vorsitzenden und den Einsatz der Chorleiter über lange Zeit hinweg für sein Können bekannt.

Anderthalb Jahre vor seinem 100. Jubiläum musste sich der Männergesangverein eine neue Chorleitung suchen und fand diese in Hanna Eichstädt, mit der für die 45 Sänger nach ausschließlich männlichen Chorleitern eine Umstellung kam. Mit Willen und Einsatzkraft fanden die Sänger mit ihr zu einer Einheit und feierten mit dem Jubiläumsauftritt in 1992 einen ersten gemeinsamen Erfolg, der am Anfang vieler weiterer stand.

Bis heute blickt der Chor gern auf Auftritte im Umkreis oder auch an entfernten Orten wie im Dom in den Xanten zurück und ist zudem stolz auf die zwischen 1973 bis 2015 zweimal jährlich veranstalteten Konzerte, die 42 Jahre lang zur Frühlings- und Adventszeit im Seniorenheim Brückentor stattfanden und lediglich zweimal abgesagt werden mussten. Fehlender Nachwuchs und weitere Faktoren führten dazu, dass der Verein derzeit nur noch aus zwölf Sängern besteht, wobei die Besetzung der Stimmen gleichmäßig geblieben ist.

Gemeinsam mit den Sängern laden der Vorsitzende, Helmut Deichmeier und die Chorleiterin Hanna Eichstädt-Schwehn nun zu der Jubiläumsfeier ein, bei der neben dem Männergesangverein selbst der gemischte Chor Germania Jestädt für die musikalische Gestaltung des Abends sorgen wird.

Von Eden Sophie Rimbach

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