Auch in der kommunalpolitischen Sommerpause ist das Auftragsbuch der Stadt Eschwege gut gefüllt

Magistrat lässt den Rubel rollen

Eschweges Erster Stadtrat Reiner Brill begutachtet den Werratalsee. Um die Wasserqualität dauerhaft zu verbessern, hat der Magistrat der Kreisstadt beschlossen, den Pegelstand des Sees um 70 Zentimeter anzuheben. Foto: Harald Triller

Eschwege. Von wegen, kommunalpolitische Sommerpause. Der Magistrat der Stadt Eschwege hat auch in diesen Tagen viel zu tun, denn das Auftragsbuch ist voll und für die anstehenden Arbeiten, die gemäß der Fortschreibung erfüllt werden müssen, lassen die Stadträte den Rubel rollen.

Reiner Brill, der momentan die Drähte in seiner Funktion als Erster Stadtrat zieht, erläutert, dass die Dorferneuerung in Oberhone den dicksten Batzen verschlingt: „Für drei verschiedene Projekte müssen wir knapp 150 000 Euro aus dem städtischen Säckel entnehmen“, erklärt Reiner Brill im Gespräch mit der WR. Der Gänserasen werde umgestaltet, die asphaltierte und versiegelte Fläche aufgenommen: „Dort soll ein Kommunikationsplatz entstehen. Den dortigen Wasserlauf soll eine Schwengelpumpe speisen und wir werden, passend zum Namen, Plastikgänse aufstellen“, ist sich der Vizebürgermeister sicher, dass dort ein schönes Fleckchen Erde entsteht.

Die Bereiche Kirche und Ehrenmal sollen künftig barrierefrei zu erreichen sein. Für Rollstühle, Rollatoren und Kinderwagen baut die Stadt Eschwege dort eine Rampe. Schließlich erhält der Anger eine neue Grundfläche aus Basaltsplitt, und Ruhebänke aus Holz werden am Dorfmittelpunkt aufgestellt.

Planfeststellung für den See

Mit dem Ziel, die Wasserqualität auf Dauer zu verbessern, strebt der Magistrat der Kreisstadt ein Planfeststellungsverfahren zur Anhebung des Pegelstandes am Werratalsee. „Der Wasserstand soll um 70 Zentimeter steigen, um dem Algenwuchs entgegenzu-wirken. Allerdings benötigen wir zunächst eine Reihe von Gutachten und für die Ingenieuraufträge ist zwangsläufig die Planfeststellung nötig“, geht der Erste Stadtrat auf 114 000 Euro ein, die das Projekt verlangt. Einen Teil davon trägt gemäß Beschluss die Gemeinde Meinhard, wo die Vorgabe aber noch die Parlamentshürde überspringen muss.

Schließlich spricht Reiner Brill noch zwei Sporthallenmaßnahmen an. Die Sanierung in Albungen, wo der Boden entfernt und ersetzt und die Linierung neu aufgetragen werden müssen, schlägt mit gut 21 000 Euro zu Buche. Und in der Sporthalle am Dünzebacher-Tor-Turm ist die Heizung komplett ausgefallen und irreparabel: „Wir werden dort 24 000 Euro investieren und die Heizungsanlage nach neuesten Gesichtspunkten, soll heißen energieeffizient, installieren“, so der Bericht des stellvertretenden Bürgermeisters von der Arbeit des Magistrates.

Von Harald Triller

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