Coote leitet Brüder-Grimm-Schule: "Mehr vermitteln als Wissen"

Heißt seine Schüler willkommen: Manuel Coote leitet die Brüder-Grimm-Schule in Eschwege seit Beginn dieses Schuljahres Anfang der Woche. Foto: Sagawe

Eschwege. Manuel Coote ist seit Anfang des Schuljahres mit der Führung der Brüder-Grimm-Schule beauftragt. Er will bei Kindern die Freude am Lernen wecken.

Der Schriftzug über der Eingangstür der Brüder-Grimm-Schule passt ganz hervorragend zur pädagogischen Philosophie Manuel Cootes. „Herzlich willkommen“ ist da zu lesen. Mit genau diesem Ansatz begegnet der neue stellvertretende Schulleiter den Mädchen und Jungen, die die Gesamtschule in Eschwege besuchen.

„Die Kinder sollen sich wohlfühlen und mit ihrer Schule identifizieren“, sagt der Pädagoge und bekennende Familienmensch, der seinen Beruf mit Begeisterung lebt: „Ich liebe die Arbeit mit Kindern, es war schon immer mein Antrieb, Lehrer zu werden und zu sein.“

Leider kämen zu viele Kinder ohne Freude zur Schule. Dabei solle doch gerade die Schule ein Raum sein, in dem sich die Mädchen und Jungen geborgen, geschützt fühlen, den sie mit Freude besuchen. „Nur so können sie doch Leistung erbringen“, sagt er. Er wünsche sich erfolgsmotivierte Schüler statt misserfolgsdemotivierter Menschen. Auf dem Weg zu Erfolg und Zufriedenheit spielt für Coote Selbstständigkeit eine wichtige Rolle.

„Selbstorganisiert lernen Schüler am besten“, sagt er, individuelles Lernvermögen ließe sich so optimal fördern. „Da hängt mein Herz dran“, bekennt der stellvertretende Schulleiter, dessen Fächerkombination Mathematik und Chemie eher auf einen pragmatischen Naturwissenschaftler, statt auf einen leidenschaftlichen Gefühlsmenschen hindeuten. Natürlich funktioniere diese Methodik nicht ohne Anleitung, „und nicht ohne Regeln“. Während der Erneuerung der Valentin-Traudt-Schule in Großalmerode - Cootes Station vor der Versetzung nach Eschwege - sei das gut gelungen, erzählt er und sagt: „Nur wenn Schüler das Lernen selbst in die Hand nehmen, können sie auch etwas lernen.“

„Kompetenzorientierung“ ist ein wichtiges Schlagwort im Sprachschatz Cootes. Schule müsse mehr vermitteln als Wissen. Persönlichkeitsentwicklung und in diesem Zusammenhang die Weitergabe von Werten gehören für den stellvertretenden Schulleiter dazu. Er zählt dazu Ehrlichkeit, Vertrauen, Authentizität, Verlässlichkeit, Wertschätzung im Umgang miteinander; und ein Stück weit auch die Vermittlung von Lebensfreude. „Mein Leben macht mir viel Freude, ich möchte diesen Spaß am Leben vermitteln.“ Das Leben dürfe nicht als Last erlebt werden, sondern als Freude.

Coote wirbt für etwas mehr Humor im Leben. „Man darf nicht immer alles so ernst nehmen“, sagt der Lehrer, dem dabei seine Wurzeln zugute kommen: Der Sohn eines Engländers pflegt die Gelassenheit und den Humor seines Vaterlandes.´

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