Pfarrer Harald Aschenbrenner betreut vier Kirchengemeinden gleichzeitig

Marathon zu Weihnachten

Bestens vorbereitet: Pfarrer Harald Aschenbrenner hat viel zu tun über die Weihnachtsfeiertage, bekommt aber auch Unterstützung. Foto: privat

Niddawitzhausen. Sinn und Besinnlichkeit von Weihnachten gehen Harald Aschenbrenner nicht ab. Dabei hat der Mann über die Festtage viel zu tun. Aschenbrenners Aufgaben übersteigen die üblichen Vorbereitungen auf das Fest bei Weitem. Der Pfarrer ist zuständig für vier Kirchengemeinden.

Und jedes seiner Schäfchen will ein bisschen von ihm abbekommen. Für ihn ist der Marathon zur Weihnachtszeit aber nicht nur Belastung, sondern auch Freude darüber, die Gottesdienste feiern zu dürfen. „Ich betrachte es immer noch als eine Ehre, Pfarrer sein zu dürfen“, sagt Aschenbrenner.

Die Weihnachtsfeiertage möglichst unbeschadet zu überstehen, ist eine Sache der Planung. Vier Gottesdienste, zwei davon jeweils gleichzeitig, kann Aschenbrenner nicht alleine bestehen. Deshalb hat er sich Unterstützung gesucht. Janine Kapchinus, eine Lektorin, die ursprünglich aus Weidenhausen stammt, wird an Heiligabend zwei Gottesdienste übernehmen. Kapchinus predigt in Eltmannshausen (16.30 Uhr) und Weidenhausen (18 Uhr), Aschenbrenner in Albungen (16.30 Uhr) und Niddawitzhausen (18 Uhr). Um 22 Uhr feiert er mit der Gemeinde in Albungen noch eine Christmette. Für das Essen und die Bescherung mit der Familie bleiben nur rund 90 Minuten. „Wir kennen es aber nicht anders“, sagt Aschenbrenner. Seit 14 Jahren betreut er bereits drei oder mehr Gemeinden.

Die Kirchengemeinden sollen durch die Mehrfach-Belastung des Pfarrers nicht leiden. In jedem Ort wird an Heiligabend ein Krippenspiel stattfinden. „Das funktioniert aber nur, wenn man mit zuverlässigen Ehrenamtlichen zusammenarbeitet“, sagt Aschenbrenner. Die hat er in seinen Gemeinden und sie nehmen ihm einige Arbeit ab.

An den beiden Weihnachtsfeiertagen ist Aschenbrenner wieder auf sich selbst gestellt. An beiden Tagen feiert er jeweils zwei Gottesdienste - jeweils mit Abendmahl. Am ersten Feiertag sind Albungen (9.30 Uhr) und Eltmannshausen (11 Uhr) an der Reihe, am zweiten Feiertag Niddawitzhausen (9.30 Uhr) und Weidenhausen (11 Uhr). „Das ist abgesprochen, Gottesdienste in den vier Gemeinden wechseln sich auch über das Jahr 14-tägig ab.“

Die Predigten für seine Gottesdienst hat Aschenbrenner schon fertig. Anfang Dezember hat er sich bereits daran gesetzt. „Nach dem Ewigkeitssonntag fange ich damit in der Regel an.“ Dadurch wird der Stress erträglich. Zwei Gründe mildern die Anstrengungen noch ab. Der Kollege Achim Wittenberg aus Schemmern hat sogar neun Gemeinden zu betreuen. Und: „Ostern ist noch schlimmer.“

Von Tobias Stück

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