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Start im September: Ines Wollschak führt neue Markthalle

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Von: Tobias Stück

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Vor der neuen Marthalle sitzen sie auf blauen Bierkästen im Halbkreis: (von links) Freya Fehr (Kreisbauernverband), Braumeister Christian Flender, Leiterin Ines Wollschak, Uwe Roth (Kreisbauernverband) und Sabine Wilke (Verein für Regionalentwicklung) haben die neuen Räume, die ab September mit Waren und Leben gefüllt werden, auf dem Gelände der Eschweger Klosterbrauerei in der Innenstadt begutachtet.
Leitet die neue Markthalle: Ines Wollschak. © Stück, Tobias

Im September startet der Betrieb der neuen Eschweger Markthalle. Die Leiterin stammt aus Wehretal und ist nach dem Studium und einigen beruflichen Stationen nun zurück in der Heimat.

Eschwege – Die Eröffnung der neuen Markthalle Werra-Meißner rückt näher. Mit Ines Wollschak haben der Kreisbauernverband und die Gesellschafter der GbR eine Leiterin gefunden. Sie trifft jetzt alle Vorbereitungen, dass die Markthalle auf dem Gelände der Eschweger Klosterbrauerei nach den Sommerferien eröffnen kann. Erst mal werden die regionalen Produkte nur den Betreibern von Großküchen und Caterern zur Verfügung stehen. Erst in einem weiteren Schritt könnte die Markthalle auch privaten Kunden zugänglich sein.

Die Leiterin

Ines Wollschak ist genau diejenige, die wir gesucht haben, berichtet der Geschäftsführer des Kreisbauernverbands (KBV), Uwe Roth. Sie verbinde theoretisches Wissen mit praktischer Erfahrung. Die 29-Jährige ist im Werra-Meißner-Kreis aufgewachsen und nach Studium und einigen beruflichen Stationen vor kurzer Zeit in den Landkreis zurückgekehrt. Wollschak hat an der Universität Gießen Ökotrophologie (Ernährungswissenschaft und Haushaltswissenschaft) studiert und war bis September 2021 als Betriebsstättenleiterin für die Verpflegung von Schulen und Kitas im Raum Gießen zuständig. Anschließend arbeitete sie als Franchiseberaterin für die Back Factory. „Ich freue mich, in der Heimat wieder meiner Arbeit nachgehen zu können“, sagt die gebürtige Wehretalerin.

Die kurzfristigen Pläne

Ines Wollschak hat ihre Arbeit in dieser Woche aufgenommen. Ihre erste Aufgabe wird es sein, den GbR-Vertrag von den Gesellschaftern unterschreiben zu lassen. Elf Betriebe aus dem Werra-Meißner-Kreis wollen die Gesellschaft betreiben. Neben einer Einlage beliefern sie die Markthalle mit ihren regional erzeugten Produkten – egal ob konventionell oder biologisch hergestellt.

Anschließend wird die Leiterin der Markthalle mit den Kunden wie Caterern oder Küchen von Schulen, Kitas oder Krankenhäusern Abmachungen über Belieferung durch die Markthalle treffen. Ein halbes Dutzend an Kunden hat schon seine Zusage gegeben. Sie haben bereits zuvor regionale Produkte eingekauft. „Der Vorteil ist jetzt, dass sie von uns aus einer Hand beliefert werden“, erklärt Uwe Roth. Das Einsammeln der Waren bei verschiedenen Produzenten fehlt. Die Firma Gläsner wird die Auslieferung für die Markthalle übernehmen.

Leitet die neue Markthalle: Ines Wollschak.
Leitet die neue Markthalle: Ines Wollschak. © Stück, Tobias

Als Nächstes werden die Lagerräume auf dem Gelände der Eschweger Klosterbrauerei hergerichtet. Die ehemalige Flaschenabfüllanlage wird für die Bedürfnisse der Markthalle angepasst. Demnächst werden Kühleinheiten und andere Lagerungstechnik angeschafft.

Die langfristigen Pläne

Für Ines Wollschak gilt es jetzt, Netzwerke aufzubauen, damit die Kunden zu jeder Zeit in ausreichender Menge mit frischen Waren beliefert werden. Zum Start im September werden Salate, Gemüse, Eier, Fleisch von Schwein, Rind und Geflügel, Milch- und Joghurtprodukte, Getreide, Mehl, Nudeln und Kartoffeln zur Verfügung stehen. Sabine Wilke vom Verein für Regionalentwicklung hat gerade Fördermittel für eine Kartoffelschälmaschine akquiriert, damit die Kunden die Knolle direkt verarbeiten können. In erster Linie werden die Gesellschafter die Produkte liefern, sollte es nicht ausreichen, wird bei anderen regionalen Anbietern dazugekauft. „Unsere Kunden werden unsere Produkte immer in ausreichender Menge bestellen können“, sagt Wollschak. Was es gerade gibt, kann man auf der Homepage markthalle-werra-meissner.de einsehen, die demnächst freigeschaltet wird.

„Langfristig wird es unser Ziel sein, dass auch Privatleute bei uns ihre regionalen Produkte einkaufen können“, sagt Ines Wollschak. Das brauche aber noch Zeit. Außerdem wolle man keine Konkurrenz zur bestehenden Hofladen- oder Marktstruktur sein, sagt Uwe Roth. Weitere Gesellschafter könnten zu einem späteren Zeitpunkt dazukommen.

Kontakt: KBV 05651 745660 oder info@markthalle-werra-meissner.de

Von Tobias Stück

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