Leckereien im Hexenhaus

Martinsmarkt rund um und in der Freien Waldorfschule Werra-Meißner begeistert Besucher

Eine kleine Pause muss sein: (von links) Zora und Jara genossen den Martinsmarkt der Freien Waldorfschule gemeinsam mit Cindy Wollenberg und Laura Niederfeld. Foto: Eden Sophie Rimbach

Eschwege. Der Martinsmarkt rund um und in der Freien Waldorfschule Werra-Meißner hat die Besucher begeistert. 

Im Gebäude der Waldorfschule duftet es nach Waffeln, Kuchen und Popcorn, und während im Keller und in einem Raum des Obergeschosses Kunstwerke entstehen, toben sich einige Kinder beim Kistenklettern aus oder entdecken einen der beiden liebevoll gestalteten Themenräume. Der Martinsmarkt der Freien Waldorfschule Werra-Meißner lockte am Samstag zahlreiche Schüler, Eltern, Lehrer und Gäste in das Schulgebäude nahe dem Stadtbahnhof.

„Ich bin fasziniert davon“, sagte Gülilah Schmidt mit Blick auf die Schmuckstücke, die die Kinder unter ihrer Anleitung aus Messing, Kupfer- und Bronzeblech entwickelten. Bereits beim Martinsmarkt im vergangenen Jahr hatte es das Angebot für Kinder gegeben, die auch in diesem Jahr wieder konzentriert und mit viel Freude am Gestalten dabei waren. Anstelle von Anhängern warteten vegane Lebkuchen an einer Schnur auf die Kinder, die den Weg zum Hexenhaus suchten. An den Rändern des Weges leuchteten ihnen Lampions den Weg, bevor zum Klang der Harfe vor ihnen das Hexenhaus sichtbar wurde, an dem anstelle einer Hexe eine Leckerei wartete.

Mit Klängen und Gerüchen lockte das Waldzimmer schon die jüngsten Besucher an, die hier auf dem Waldboden einen funkelnden Stein zum Mitnehmen finden konnten. Selbst an einem Speckstein arbeiten konnten die Kinder in der Handwerkerstube im Gewölbekeller des Gebäudes.

Während dieser Raum von der dritten Klasse aus gestaltet wurde, hatten die Sechstklässler sich mit dem Thema Kräuter befasst, Rosen-, Knoblauch- und Kräutersalz hergestellt, Sterne und Ringe aus Holz gebogen und Adventskränze und Gestecke gewickelt und dekoriert.

Die Eltern hatten sich ebenfalls für die „Kräuterstube“ engagiert und mit Ölen, Broten und Marmelade zum Angebot in diesem Raum beigetragen. Süß und literarisch ging es im Raum der neunten und zehnten Klasse zu: Hier luden gemütliche Sitzgelegenheiten, Waffeln, Popcorn und ein Antiquariat mit verschiedenen Büchern zum Verweilen ein.

Impressionen vom Martinsmarkt der Freien Waldorfschule 

Neben einem Café und zahlreichen Verkaufsständen lockte eine pädagogische Ausstellung ins Untergeschoss, die unter anderem das 100. Jubiläum der Waldorfbewegung thematisierte. Postkarten, die unter anderem von Schulen aus Nepal, Rumänien und den Niederlanden Eschwege erreicht hatten, und das Shirt vom Staffellauf, zu dem Schüler aus Kassel den Staffelstab hergebracht hatten, erinnerten an besondere Ereignisse.

Bilder der Hoftage, die von Ostern bis Herbst für die Schüler der zuerst dritten und dann vierten Klasse stattfinden, gaben einen Einblick in den Schulalltag. Mit Eselreiten und Stockbrot bot der Martinsmarkt zudem Aktivitäten auf dem Schulhof an und lockte so zahlreiche Besucher aller Altersklassen an.

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