Maschinenbauunternehmen Sahm investiert in Eschwege Millionen

Sahm baut neue Halle: Eschweges Wirtschaftsförderer Wolfgang Conrad besucht Jochen Zaun, Jochen Hoßbach und Alexander Göke auf der Baustelle. Foto: Harald Sagawe

Die Firma Sahm investiert in ihren Standort in Eschwege. Im Frühjahr soll der Rohbau fertig sein, dann erfolgt der Innenausbau, an dem gerade geplant wird.

Die Niederhoner Straße zwischen den Produktionsstätten ist eine Bremse – der Neubau der Halle und die Verlagerung auf eine Seite soll den Materialfluss optimieren. Gefertigt wird in den bestehenden Gebäudeteilen, im Neubau stehen dann die Lagerbühnen.

2,3 Millionen Euro investiert Sahm nach Angaben von Geschäftsführer Jochen Zaun in die neuen Gebäude. 600 000 Euro flossen in einem ersten Bauabschnitt im vergangenen Jahr in eine Logistikhalle. Die Nutzfläche liegt bei 2150 Quadratmeter. Probleme bereitete die Ableitung des Oberflächenwassers von der 5000 Quadratmeter großen Dachfläche, berichtet Jochen Hoßbach, bei Sahm eigentlich für das Controlling verantwortlich, momentan aber ganz stark in die Baukoordinierung eingebunden. Dabei wird er von IT-Leiter Alexander Göke unterstützt. Wegen des öffentlichen Ein-Kanal-Systems musste auf dem Firmengelände die Möglichkeit zum Abfluss und zur Versickerung des Regenwassers geschaffen werden.

Zwischen zwei und zweieinhalb Millionen Euro, schätzt Zaun, wird der Innenausbau kosten. „Wir sind ein Eschweger Unternehmen und bauen auch hier“, sagt Zaun, „und nicht in Ungarn, weil wir dort eine Halle billiger bekommen, dort finden wir das Personal nämlich gar nicht.“

200 Mitarbeiter beschäftigt Sahm in Eschwege. Die hoch qualifizierten Facharbeiter sind Spezialisten auf ihrem Gebiet. Sahm sei Technologieführer, sagt Zaun. „Wir sind die Teuersten, deswegen müssen wir die Besten sein.“ Sahm baut Spulmaschinen, entwickelt Präzisionsanlagen. Ständig werde am Produktportfolio gearbeitet. Nur so könne man sich als Marktführer halten.

„Wir haben gerade erst eine neue, moderne Maschine gekauft“, so Hoßbach. 900 000 Euro hat das Unternehmen in die Anlage investiert – ein hoch technisiertes Dreh-Fräs-Schleifzentrum.

Mehr als jeweils 50 Millionen Euro Umsatz hat das Unternehmen in diesem und im vergangenen Jahr erzielt. „Das war schon sehr gut“, sagt Zaun, „eigentlich über dem Standard.“ In durchschnittlichen Jahren liege der Umsatz bei etwa 42 Millionen Euro.

Auf der nördlichen Seite der Niederhoner Straße, dem eigentlichen Stammsitz der Firma, bleiben Verwaltung, Vertrieb, Einkauf, Fertigungssteuerung und einige andere Abteilungen. Im kommenden Jahr feiert Sahm sein 75-jähriges Bestehen. Seit 2002 gehört die Firma zur österreichischen Starlinger Gruppe, einem weltweit agierenden Maschinenbauunternehmen. Gefeiert wird zweimal. Im Juni bekommt Sahm Besuch aus dem Mutterkonzern, im September findet die offizielle Feier statt.

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