Erster Pflichttag

Die Maske ist im Einzelhandel, im Bus und in der Schule akzeptiert

+
Erster Schultag am OG: (von links) Amina Nidels, Deborah Wetterau, Tom Belling, Till Schellenberger, Paul Gölitz und Marco Schröder tragen während der Pause ihre Masken.

Eine durchgehend positive Resonanz ziehen Einzelhandel, öffentlicher Nahverkehr, aber auch die Schulen nach Tag eins der Maskenpflicht und Teilöffnung der Schulen.

Fast alle Menschen halten sich an die seit gestern geltenden Regeln, dass nun in Geschäften und dem öffentlichen Nahverkehr die Pflicht zum Tragen einer Atemschutz-Maske gilt. Das hat stichprobenartige eine Abfrage unserer Zeitung ergeben

„99,8 Prozent unsere Fahrgäste haben eine Maske getragen“, bestätigt Andreas Jaufmann vom Busunternehmen Frölich, der in Hessisch Lichtenau und Witzenhausen für den Linienverkehr zuständig ist. Da alle Fahrgäste hinten einsteigen, hätten die Fahrer nur die Möglichkeit über Lautsprecher auf die Maskenpflicht hinzuweisen. „Die Mitnahme dürfen wir auch Fahrgästen ohne Maske nicht verweigern“, so Jaufmann. Denn die Kontrolle über die Einhaltung obliegt den Ordnungsbehörden und Polizei. Keinen einzigen Maskenverweigerer im Busverkehr konnte auch Jaufmanns Kollege bei Frölich, Mario Lämmerhirt in Eschwege verzeichnen. Seine Fahrer hätten berichtet, dass alle Fahrgäste meist schon an der Haltestelle ihre Masken getragen hätten.

„Wir sind sehr zufrieden, das Bild ist eindeutig“, bestätigt auch NVV-Sprecherin, Sabine Herms. Die Menschen tragen Masken. „Wir gehen auch davon aus, dass der soziale Druck ausreicht, um die letzten davon zu überzeugen“, so die Sprecherin.

Auch im Einzelhandel halten sich die Kunden an die Maskenpflicht. „Alle, die heute in unseren Laden kamen, hatten eine Schutzmaske auf“, berichtet Buchhändlerin Anja Gräf von der Buchhandlung Heinemann in Eschwege. In anderen Geschäften gab es kleine Unstimmigkeiten, wie in der Eschweger DM-Filiale, als eine Kundin den Laden unbedingt ohne Maske betreten wollte, was ihr von der Verkäuferin verweigert wurde.

Magret Schulz-BödickerLeiterin Oberstufengymnasium

Regelrecht gefreut haben sich die Schüler des Eschweger Oberstufengymnasiums auf den Unterricht, der gestern für den 12. Jahrgang startet. „Alle sind gern und gut gelaunt gekommen“, so Schulleiterin Margret Schulz-Bödicker. Hier wird in den Pausen empfohlen eine Maske zu tragen. Der Werra-Meißner-Kreis hatte zuvor alle Schulen im Kreis mit Mund-Nase-Masken ausgestattet.

 „Wir sind froh, dass wir wieder Unterricht haben“, sagt Amina Nidels, alle anderen, die gerade den Mathe-Leistungskurs am Vormittag hinter sich haben, stimmen zu. Die Nachteile, wenn das Schuljahr ausfallen würde, sei für die Vorabgangsklasse einfach zu groß. „Denn jede Note zählt jetzt schon fürs Abitur“, sagt Amina Nidels. 

Die Schüler des OG wurden in den vergangenen Wochen analog ihres Stundenplans von ihren Lehrern täglich mit Aufgaben versorgt, in einigen Fächern gab es auch Videounterricht – aber wirklich befriedigend war es offenbar auf Dauer nicht. „Jetzt beginnt wieder ein richtiger Alltag“, freut sich Marco Schröder. Denn den haben die Schüler trotz regelmäßiger Aufgaben vermisst. Am Morgen gab ihnen Schulleiterin Magret Schulz-Bödicker vor dem Start in den Unterricht noch eine Belehrung zu Hygiene und dann ging es los. Leichte Missverständnisse gab es zur Wiederaufnahme des Unterrichts an den Beruflichen Schulen. Schüler hatten bemängelt, dass keine Masken bereitgestellt wurden. „Das stimmt nicht“, sagt Schulleiter Ekkehard Götting gegenüber unserer Zeitung. Der Schulträger Werra-Meißner-Kreis habe der Schule 3000 Masken zur Verfügung gestellt. Damit würden die ersten zwei Wochen überbrückt werden können, so Götting. Die Lehrer hatten Masken mit in den Unterricht genommen. Die Schule wird seit gestern von 55 Gymnasiasten, 88 FOS-Schülern und 150 Berufsschülern, die über die Woche verteilt kommen, besucht.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare