Grenzöffnung: Eschwege sowie Wanfried und Weißenborn planen Veranstaltungen

Mauer muss wieder weg

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Ein alltägliches Bild im November 1989: Nach und nach wurde die Grenze zur DDR im Werra-Meißner-Kreis entfernt. Was sich niemand vorstellen konnte, wurde Wirklichkeit. An die Grenzöffnung soll 25 Jahre später erinnert werden.

Eschwege/Wanfried. Die zentrale Veranstaltung des Gedenkens an die Grenzöffnung vor 25 Jahren wird in Eschwege der Bau und Einriss einer symbolischen Mauer sein. Darauf hat sich die Arbeitsgruppe zum Jubiläum des Mauerfalls in ihrer jüngsten Sitzung geeinigt. Wer die Mauer einreißen darf, steht indes noch nicht fest.

Diese und andere Fragen sollen nach den Sommerferien geklärt werden. „Denkbar“, sagt Eschwege Bürgermeister Alexander Heppe, „wäre es, dass Schüler aus Hessen und Thüringen die neu errichtete Mauer von beiden Seiten einreißen werden.“ Schließlich wird die Mauer auch von Schülern gebaut. Das Bauhandwerk wird das Gebilde, das voraussichtlich mit Graffitis besprüht werden soll, auf dem Eschweger Marktplatz oder auf dem Schulgelände der Beruflichen Schulen errichten.

Eine zentrale Eröffnungsveranstaltung soll in den Räumen der Bundespolizei (ehemals Bundesgrenzschutz) stattfinden. Am Nachmittag des 9. November findet ein ökumenischer Gottesdienst in der Marktkirche statt. Anschließend wird die Mauer fallen und es soll ein Film auf Großbildleinwand über die Tage der Grenzöffnung gezeigt werden. Geschichts- und Kunstverein aus Eschwege wollen in den Wochen zuvor eine Bilderausstellung zur Grenzöffnung organisieren. Die Fotos werden in den Schaufenstern der Innenstadt ausgestellt. Bereits am Samstag, 8. November, will die CDU einen Trabbi-Konvoi organisieren, der sowohl durch Eschwege, als auch durch die Partnerstadt Mühlhausen fahren wird.

Wanfried wird zusammen mit den Gemeinden Weißenborn, Südeichsfeld (Unstrut-Hainich-Kreis), Geismar (Landkreis Eichsfeld) und der Stadt Treffurt (Wartburgkreis) eine gemeinsame Gedenkveranstaltung organisieren. Die Bürgermeister Michael Reinz, Wilhelm Gebhard, Andreas Henning, Martin Kozber und Thomas Mäurer verständigten sich auf die Ausrichtung eines gemeinsamen Wochenendes am 8. und 9. November. Mit einer Fest- und Gedenkveranstaltung sowie einem „Tag der Begegnung“ soll an die Ereignisse im November 1989 gedacht werden. „Die Menschen aus zwei Bundesländern, vier Landkreisen und fünf Kommunen sollen sich gemeinsam an dem Wochenende an die besondere Zeit der Wende im November 1989 erinnern und den 25. Jahrestag gemeinsam feiern“, sagen Wanfrieds und Weißenborns Bürgermeister Wilhelm Gebhard und Thomas Mäurer. (ts)

Hintergrund

In diesem Jahr jährt sich die Öffnung der innerdeutschen Grenze zum 25. Mal. Wir möchten in einer Serie an dieses historische Ereignis erinnern, das aus zwei Staaten wieder ein Volk machte. Doch dazu brauchen wir Ihre Hilfe: Wie haben Sie diese turbulenten Wochen und Monate im Jahr 1989 erlebt? Wann sind Sie das erste Mal nach dem Mauerfall über die Grenze gefahren? An welche Begegnungen mit Menschen aus der damaligen DDR erinnern Sie sich besonders gern zurück? Stammen Sie vielleicht aus der damaligen DDR und sind geflüchtet oder nach 1989 einfach nach Hessen gezogen? Und was bedeutet die Grenzöffnung heute für Sie? Wir freuen uns über Ihre Fotos und Berichte. Sie können uns gerne Bilder und fertige Texte mit einer maximalen Länge von 1800 Zeichen (inklusive Leerzeichen) schicken oder mit uns Kontakt aufnehmen, damit wir Ihre Geschichte in Worte fassen. Bitte notieren Sie dabei stets Ihren vollständigen Namen und eine Telefonnummer, unter der wir Sie erreichen können. (fst) • Kontakt: Werra-Rundschau, Vor dem Berge 2, 37269 Eschwege, E-Mail: redaktion@werra-rundschau.de, 0 56 51/33 59 34.

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