Biologische Vielfalt stabilisieren

Natur: Im Werra-Meißner-Kreis gehen Arten verloren

Artenvielfalt: Auf blütenreichen Magerrasen finden zahlreiche Arten Lebensraum. Mehr Ökologie führt zu Artenvielfalt und steuert dem Rückgang von Biodiversität entgegen. Foto: Cloos

Eschwege. Ziel ist die Förderung der biologischen Vielfalt. Das 2013 beschlossene Programm zur Stabilisierung der Biodiversität soll der rückläufigen Artenvielfalt begegnen. Im Werra-Meißner-Kreis haben sich die Beteiligten jetzt mit der Umsetzung auseinandergesetzt, berichten Umweltdezernent Dr. Rainer Wallmann und Friedrich Haselhuhn vom Fachdienst Natur- und Landschaftsschutz.

DIE VORAUSSETZUNGEN 

Im Werra-Meißner-Kreis sind die Voraussetzungen so schlecht nicht. Die Region ist einer von dreißig Hotspots deutschlandweit. Das Teilnehmerfeld ist breit gestreut: Verbände, Schulklassen und Privatpersonen gehören dazu. Dennoch ist die Artenvielfalt rückläufig.

DER STELLENWERT 

„Das Projekt ist extrem wichtig und langfristig angelegt“, sagt Dr. Wallmann. Das Umweltministerium fördert mögliche Vorhaben finanziell, das Regierungspräsidium ist beteiligt. Nach der Kreiskonferenz, an der jetzt mehr als 50 Interessenvertreter teilgenommen haben, sollen im ersten Halbjahr 2016 weitere folgen.

DIE URSACHEN

Die Ursachen für den Rückgang der Artenvielfalt sind ganz unterschiedlicher Art und beruhen auf menschlichen Einflüssen. Dazu zählen beispielsweise der Strukturwandel in der Landwirtschaft mit Intensivbewirtschaftung der Flächen, wegfallenden Hecken und Einsatz von chemischem Pflanzenschutz. Dem könnte mit dem Umstieg auf ökologische Landwirtschaft begegnet werden. Der Bedarf an Bio-Milch beispielsweise ist riesengroß und kann nur von außerhalb befriedigt werden. Die Zersiedelung der Landschaft und Ausbau von Verkehrswegen tragen ebenfalls dazu bei. Der Klimawandel beschleunigt die Entwicklung.

MÖGLICHE PROJEKTE 

Es geht darum, Ökologie zu schaffen. Das kann auf ganz unterschiedliche Art geschehen. Entsprechend breit angelegt sind die Förderrichtlinien. Beispiele: Geld gibt es für Streuobstwiesen ebenso wie für Fledermausschutz oder die Entbuschung von Flächen zum Schutz eines Trockenrasens, aber auch für ökologische Landwirtschaft.

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