Caritas-Studie

Mehr Schüler im Kreis bleiben ohne Abschluss

Werra-Meißner. Immer mehr Jugendliche im Werra-Meißner-Kreis verlassen die Schule ohne einen Abschluss vorweisen zu können. Das geht aus einer Studie der Caritas hervor.

Demnach ist die Zahl der Abgänger ohne Schulabschluss von 2009 (5,99 Prozent) bis 2011 (7,11 Prozent) um über einen Prozentpunkt gestiegen. Im Vergleich dazu ist die Zahl hessenweit jedoch rückläufig. Waren es im Jahr 2009 noch 7,22 Prozent konnte die Caritas 2011 nur noch 5,17 Prozent feststellen.

Auch das Hessische Kultusministerium, das über aktuellere Zahlen verfügt, bestätigt einen leichten Aufwärtstrend im Kreis. Laut Ministerium waren 2011 jedoch nur 1,7 Prozent der Schulabgänger ohne Abschluss. 2012 sei diese Zahl um 0,4 Prozentpunkte auf 2,1 Prozent gestiegen. „Pro Schule sind das lediglich 0,5 Schüler mehr, von einem Negativtrend kann also keine Rede sein“, stellte Christian Henkes, Sprecher des Kultusministeriums, klar.

Generell sei die Studie der Caritas fragwürdig, da in der Liste der Abgänger ohne Hauptschulabschluss auch gesondert Förder- und Sonderschüler aufgezählt würden, die per se keinen Abschluss machen, sondern nur Zeugnisse bekommen würden. „Die Zahlen, die die Caritas für ihre Studie verwendet hat, sind aus den Jahren 2008 und 2009 und daher veraltet und nicht mehr aussagekräftig“, erklärte Henkes. Um die Zahl der Schulabbrecher oder derjenigen, die den Abschluss zum wiederholten Mal nicht geschafft haben, gering zu halten, setzt Hessens Kultusminsterin Nicola Beer (FDP) darauf, Jugendlichen individuell zu fördern. Trotz sinkender Schülerzahlen seien 200 neue Lehrerstellen geschafften worden.

Mit den zusätzlichen Stunden sollen Schulen die Lernenden unter anderem durch Betreuungsangebote, Hausaufgabenhilfe und Elternarbeit unterstützen sowie die Zusammenarbeit mit Jugendämtern verstärken. ZUM TAGE

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