Metall ist überall

Beruf mit Tradition und Zukunft: Metallbauer sind sehr gefragt

Funkenflug: Der Metallbau-Azubi Kim Schäfer beim Schweißen, einer seiner Lieblingstätigkeiten. Fotos: Maren Schimkowiak

Ein Beruf, der vor fünfhundert Jahren ebenso gefragt war, wie heute und auch künftig noch sein wird: Metallbauer fertigen Produkte, die von Dauer sind. Bereits im 14. Jahrhundert gab es schon die Schmiedekunst und zählt damit zu den ältesten Handwerken überhaupt.

Heute hat sich zwar die Berufsbezeichnung geändert und in drei Fachrichtungen ausdifferenziert, aber die Arbeit mit unterschiedlichen Werkstoffen zählt noch heute zu den Hauptaufgaben eines Metallbauers. 

Firma Beck aus Reichensachsen: Schwerpunkt Konstruktionstechnik

Auch die Firma Beck aus Reichensachsen übt seit fast 100 Jahren dieses traditionsreiche Handwerk aus. Im Jahr 1920 gegründet, wird der Betrieb inzwischen von Rüdiger Beck in dritter Generation geführt. „Unser Schwerpunkt liegt in der Konstruktionstechnik“, erklärt Rüdiger Beck. „Von Balkonanlagen und -geländern über Zäune, Terrassenanlagen, Überdachungen bis hin zu Sonnenschutz und Treppenanlagen reicht unser Portfolio.“ Auch im Bereich Einbruchschutz, etwa bei Vergitterungen, ist Metallbau Beck tätig und ist als sogenannter Errichterbetrieb beim Landeskriminalamt gelistet. Die Firma arbeitet für private, gewerbliche und industrielle Kunden sowie für öffentliche Auftraggeber. „Wir sind ein kleiner Betrieb, aber sehr breit aufgestellt und können auf individuelle Wünsche eingehen oder Sonderkonstruktionen relativ einfach umsetzen“, erklärt Rüdiger Beck weiter. Dass dafür nicht nur Know-how, Fachkompetenz und Handwerkskunst nötig ist, weiß der Inhaber. „Wir brauchen immer gut ausgebildete Facharbeiter, deshalb liegt mir die Ausbildung junger Menschen sehr am Herzen.“

Lieblingsaufgabe: Schweißen

Im dritten Lehrjahr: Kim Schäfer lernt den Beruf des Metallbauers bei der Firma Beck, hier poliert der 18-jährige gerade Edelstahl.

Viele junge Menschen hätten schon in seinem Betrieb gelernt, zum Beispiel auch der angestellte Meister, der noch heute bei Metallbau Beck arbeitet. Ganz am Anfang seiner Handwerkskarriere steht Azubi Kim Schäfer. Der 18-Jährige lernt den Beruf des Metallbauers in der Fachrichtung Konstruktionstechnik im dritten Lehrjahr. „Mir gefällt besonders die vielseitige und abwechslungsreiche Arbeit“, so Kim Schäfer. Das Schweißen zählt zu seinen Lieblingsaufgaben. „Es fasziniert mich, wie sich die Materialien beim Schweißen verbinden und wie man die raue Oberfläche durch das anschließende Polieren ganz glatt bekommt.“ Die Arbeit in der Konstruktionstechnik hat auch etwas Künstlerisches, man könne viele Ideen einbringen, so Rüdiger Beck. Wer Interesse daran hat, den Beruf des Metallbauers zu erlernen, sollte gute mathematische Kenntnisse, Eigeninitiative, Motivation und Kreativität mitbringen. Rüdiger Beck empfiehlt jungen Menschen, im Rahmen eines Praktikums, zu prüfen, ob der Beruf zu einem passt. Die Ausbildung zum Metallbauer dauert 3,5 Jahre. Neben der praktischen Arbeit im Betrieb besuchen die Azubis die Berufsschule in Eschwege sowie überbetriebliche Lehrgänge in Bad Hersfeld. Neben der Fachrichtung Konstruktionstechnik gibt es auch den Bereich Metallgestaltung, bei dem der Schwerpunkt auf der Gestaltung und Restauration von verschiedenen Werkstoffen liegt. Die Fachrichtung Nutzfahrzeuge stellt Zubehörteile und Sonderlösungen für den Fahrzeugbau her. Wer sich für den Beruf interessiert, kann sich gerne bei Rüdiger Beck in Reichensachsen melden. „Wir suchen noch einen Lehrling für das kommende Ausbildungsjahr.“

Weitere Informationen zum Betrieb gibt es im Internet  oder telefonisch unter der Rufnummer 0 56 51/4384. 

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