Puppenspieler Michael Hatzius

Michael Hatzius und seine Echse treffen im E-Werk auf den Dietemann

Die Echse im Gespräch mit Rolf aus Eschwege, der eine Reinkarnation auf der Bühne erlebt.
+
Die Echse im Gespräch mit Rolf aus Eschwege, der eine Reinkarnation auf der Bühne erlebt.

Mit ganz viel Wortwitz, sehr direkt und trotzdem viel Tiefgang konnten die Besucher am Freitagabend Michael Hatzius und seine Echse im ausverkaufen E-Werk erleben.

Eröffnet wurde der Abend mit Michael Hatzius von den Schweinen Steffi und Thorsten, die den Saal gleich komplett zum Lachen brachten.

Dann bringt Puppenspieler Michael Hatzius endlich seine Paradefigur auf die Bühne: die Echse. Frech, direkt und selbstverliebt wie eh und je präsentiert sich diese auch im neuen Programm „Echsoterik“. „Wir haben uns gerade großen Problemen zu stellen, Umweltverschmutzung, Krieg und Kassel, ihr braucht etwas, an das ihr glauben könnt und das bin ich“, stieg die Echse in sein Programm ein. Die Erde sei mal eine Scheibe gewesen und so begrenzt wie Bad Sooden-Allendorf, die Arche Noah war eine Riesen-Abzocke und der Mensch müsse toleranter werden, weil er nur eine Gattung sei.

Großen Spaß hatte Michael Hatzius den ganzen Abend mit der zwölfjährigen Helena aus der ersten Reihe, die ein Video von der Echse aufnimmt, welche sie darauf anspricht. „Wollen wir ein Foto zusammen machen, gib mir mal dein Handy.“ Und so schnappt er sich ihr Smartphone und schaut erst mal, was so bei Zwölfjährigen gerade angesagt ist. Elke aus Eschwege, die der Echse sagt, sie sei ein Dietemädchen, bringt die Echse zum Grübeln, bis ihm zum Schluss der Show jemand erklärt, wer der Dietemann sei.

Rolf aus Eschwege, der bei den Werraland Werkstätten arbeitet, darf danach auf die Bühne, weil seine Frau Claudia, bei der das „Freiwilligen-Such-Schwein“ anschlägt, sich weigert. „Wir machen jetzt eine Reinkarnation auf der Bühne, du darfst in einen anderen Körper schlüpfen.“ So entsteht der Bär Felix, der HSV-Fan ist. Später darf Oliver aus Dahlhausen noch Fragen an die Tarot-Karten stellen, er möchte wissen, ob sein Beruf in der Elektromobilität Zukunft hat. „Ich würde sagen, hör lieber auf den jungen Oliver und werde Koch“, ist das Fazit der Echse.

Richtig aus der Rolle fällt Hatzius, als die Echse fragt: „Hier, Mutter von Helena, sag mal eine Zahl zwischen eins und fünf“ und diese mit sieben antwortet. Hatzius muss selbst so lachen, dass die Echse zu ihm sagt „Hör auf, das hier ist meine Show“.

Michael Hatzius war bereits mehrfach in Eschwege zu Gast, aber die Gäste haben immer wieder großen Spaß an ihm, der Echse und seinen anderen Figuren. Mit großer Spielfreude und Spontanität begeistert er sein Publikum, und der Angst, man könnwe als Nächstes von der Echse angesprochen werden.

Sonja Berg

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare