Michele Joy ersingt 2300 Euro für das Elternhaus in Göttingen 

Michele Joy stehet vor dem AWO Seniorenheim in Sontra. 
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2303,40 Euro für das Elternhaus für krebskranke Kinder konnte Helmut Först (rechts) mit nach Göttingen nehmen. Von links: Benjamin Jahn, Alma Müller, Bärbel Persch, Astrid Kollmann und Michele Joy. 

Mit acht Konzerten in Seniorenheimen hat der Eschweger Schlagersänger Michele Joy 2300 Euro Spenden für das Elternhaus in Göttingen ersungen. 

Eschwege/Sontra– Das Awo-Seniorenheim in Sontra war die letzte von insgesamt acht Stationen der kostenfreien Konzertreihe, die den Eschweger Schlagersänger Michele Joy mit seinem Freund und Soundmaster Benjamin Jahn zu den betagten Menschen führte. Ganz umsonst waren die Darbietungen wieder nicht. Das Duo hatte eine Spendendose dabei und den Erlös von 803,40 Euro an das Elternhaus für krebskranke Kinder in Göttingen übergeben. Und es sollte noch mehr werden.

Unternehmen spenden großzügig 

Bärbel Persch vom gleichnamigen Küchenstudio in Donnershag hatte das Duo mit einer Spende von 500 Euro in die alte Bergstadt gelockt. Und als die rund 40 Seniorenheimbewohner zum Schlussapplaus ansetzten, überraschte Bärbel Persch alle Anwesenden mit einer weiteren großzügigen Geste. Sie hatte im Vorfeld Klaus Kollmann vom Landmaschinenfachbetrieb in Sontra sowie Stefan Müller von der Kfz-Meisterwerkstatt in Donnershag ebenfalls um Unterstützung gebeten.

So spendeten Ehefrau Astrid Kollmann und Mutter Alma Müller jeweils 250 Euro für die krebskranken Kinder. Und dann eröffnete Bärbel Persch, dass ihr Ehemann Peter Persch die versprochenen 500 Euro verdoppelt hat. Neben diesen 1500 Euro der drei Firmen kamen die Spenden der Senioren dazu, sodass sich die Gesamtsumme auf 2303,40 Euro beläuft.

Helmut Först, heimischen Botschafter des Göttinger Elternhauses, dankte herzlich: „Ihr habt mit euren Konzerten nicht nur viele ältere Menschen erfreut, sondern mit diesem hohen Spendenbetrag viel Gutes für unsere Einrichtung bewirkt.“

Menschliche Wärme nicht mit Geld aufzuwiegen

Michele Joy gab zu verstehen, dass es sich bei diesen Auftritten um sein schönstes musikalisches Projekt gehandelt hat: „Die Reaktionen dieser lieben Menschen haben mich enorm beeindruckt, das kannst du mit keinem Geld der Welt aufwiegen“, sagt er und berichtet von lustigen Anekdoten aus den vergangenen Wochen: „Eine Frau am Brückentor in Eschwege hat gesagt: ,Ich kenne eure ganze Familie, ihr seid alle so kleine Männer.“ In Wanfried kam ein Rollstuhlfahrer auf mich zu und sagte: ,Junge, dein Gesang war wirklich erstklassig, aber wie läufst du denn hier herum, du hast ja ganz viele Löcher in deiner Jeanshose.' Und in Herleshausen hat ein älterer Herr die letzten zwei Euro seines Taschengeldes gespendet.

Und als wir unsere Musikanlage ins Auto geladen haben, rief er uns zu: ,Wartet mal, ich habe in meinem Zimmer noch zwei Euro gefunden’.“

Michele Joy plant weitere Auftritte

Wenn es sich beruflich vereinbaren lässt und das Wetter im September mitspielt, dann würden Michele Joy und sein Soundmaster Benjamin Jahn noch weitere Seniorenheime besuchen. Auch die dürfen sich dann auf Lieder wie „Du kannst mir ruhig mein Herz klauen“, „Eines will ich dir noch sagen“, oder die Klassiker von Manuela, „Schuld war nur der Bossa Nova“, Jürgen Drews, „Ein Bett im Kornfeld“ und G.G. Anderson, „Cheerio“, freuen.

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