Eschweger Polizei geht von angetrunkener Tätergruppe aus

Mindestens 20 Autos aus Spaß beschädigt

Eschwege/Grebendorf. Vermutlich über 20 Autos sind am Wochende von einer Gruppe Randalierer beschädigt worden. Die bisher unbekannten Täter legten eine Spur der Verwüstung von Grebendorf nach Eschwege und brachen von zahlreichen Autos Antennen, Scheibenwischer sowie Außenspiegel ab und zerkratzten den Lack.

Bei der Eschweger Polizei treffen seit Sonntag täglich neue Anzeigen von betroffenen Fahrzeughaltern ein. Bis zum Dienstagmittag waren es elf. Die Polizei geht aber von mehr als 20 Fällen aus. Bereits am Montagmorgen waren in einem Hinterhof an der Reichensächser Straße, gegenüber der Post, acht Autoantennen gefunden worden. Offenbar hatten die Täter ihren Weg, beladen mit ihren Trophäen, bis dahin fortgesetzt. Keines der Fundstücke passte bisher allerdings zu einem der beschädigten Fahrzeuge.

„Wir gehen davon aus, dass es sich bei den Tätern um eine Gruppe übermütiger und vermutlich angetrunkener Leute handelt“, sagte der Sprecher der Polizei, Jörg Künstler. Zudem sei davon auszugehen, dass alle Sachbeschädigungen in Grebendorf und Eschwege in direktem Zusammenhang stehen. „Das passt auch zu der Wegstrecke.“

Ihren Vandalismus beganngen die Täter in der Nacht zum Sonntag offenbar an der Grebendorfer Brunnenstraße und setzten ihren Weg dann Richtung Eschwege fort. Am Brückentor beschädigten sie weitere zwei Autos auf dem Gelände des VW-Autohauses und drei beim benachbarten Suzuki-Händler.

„Das ist ein Schaden, auf dem wir definitiv sitzenbleiben werden“, sagt Sandra Eisenträger-Hoßbach vom Suzuki-Autohaus. Jeder einzelne Schaden sei vergleichsweise gering und würde bei einer bestimmten Selbstbeteiligung auch nicht von der Versicherung getragen. Ein Kunde hatte dort am Montag darauf aufmerksam gemacht, dass neben einem der Fahrzeuge eine Antenne lag.

Von Stefanie Salzmann

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare