Fünfmal hat Peter Döring den Eschweger Triathlon gewonnen- Nach drei Jahren Pause ist er wieder am Start

Mister Werraman ist zurück

Seriensieger: Peter Döring wird beim Werraman 2008 von Ehefrau Silke (links) angefeuert. Tochter Carla (Zweite von links) bewundert den Papa auf der Zielgeraden. Archivfoto: Sagawe

Eschwege. Fünfmal gewann Peter Döring den Wettkampf bei ebenso vielen Starts. Nach drei Jahren Pause ist Mister Werraman Ende nächster Woche wieder am Start, wenn der Eschwege-Triathlon zum zehnten Mal ausgetragen wird.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge habe er in den vergangenen drei Jahren als Zuschauer am Straßenrand gestanden: „Ich musste aus der Favoritenrolle herauskommen und bin deswegen nicht an den Start gegangen.“ Der von anderen aufgebaute Druck nach den fünf Erfolgen sei zu groß gewesen. Der Werraman lebe weniger vom sportlichen Wert, als vielmehr als fantastischen Event. Deswegen sei die Teilnahme daran für die Sportler auch so ein großartiges Erlebnis.

„Ich bin jetzt 41, und da kann niemand mehr erwarten, dass ich gewinne“, erklärt Döring heute mit Vorfreude auf seinen Start ohne gehobene Erwartungshaltung. Er wolle den Wettkampf im Rahmen seiner Möglichkeiten über die Bühne bekommen. So ganz ohne Ambitionen geht der Mann, der von sich sagt, „ich würde mich nicht als Triathlet bezeichnen sondern als Ausdauersportler und bewege mich im Freizeitbereich“, dann aber doch nicht in den Wettkampf: Ein Platz unter den erst Zehn soll es am Ende schon sein. „Wenn du an der Startlinie stehst, willst du auch Leistung abrufen.“ Nichtsdestotrotz wird Döring nicht müde, seine Rolle als Hobbysportler zu betonen, „aber mit Anspruch auf Top-Niveau“.

Zuletzt ist Döring, der mit seiner Familie im Wehretaler Ortsteil Reichensachsen wohnt und bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft in Eschwege beschäftigt ist, bei einigen Triathlons über die olympische Distanz angetreten. Die Schwimm-, Rad- und Laufstrecke sind jeweils doppelt so lang wie beim Werraman. Spezielles Training für den Sprint (400 Meter, 21 Kilometer, fünf Kilometer) steht bei Döring nicht auf dem Programm. Er treibe Sport ohnehin des Sportes wegen und nicht, weil er in Wettkämpfen sportliche Ziele habe. „Ich schiele nicht auf Platzierungen, wichtig ist, dass es für mich subjektiv in Ordnung war.“ Favorit auf den Sieg ist nach Dörings Einschätzung Titelverteidiger Philipp Mock (Eschwege). Chancen auf eine gute Platzierung sieht er auch für Martin Landau (Cornberg).

Von Harald Sagawe

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