Musik- und Kulturstiftung Werra-Meißner fördert 20 Nachwuchsmusiker

Sie wurden ausgezeichnet: Zwölf Kinder und Jugendliche erhielten den Musikförderpreis der Musik- und Kulturstiftung Werra-Meißner. Sie hatten sich mit acht weiteren Nachwuchsmusikern der Jury gestellt. Foto: Lorenz Schöggl

Eschwege. „Es ist mir eine besondere Freude, nicht selbst urteilen zu müssen“, lobt Landrat Stefan Reuß die jungen Talente und zeigt sogleich, welch großer Herausforderung die Jury gegenüberstand. Erstmals seit ihrer Gründung im Jahr 2013 vergab die Musik- und Kulturstiftung Werra-Meißner vergangenen Sonntag im Lindenhof Musikförderpreise an Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 18 Jahren.

20 Teilnehmer wurden dabei in vier Alterssparten eingeteilt und innerhalb dieser individuell von einer dreiköpfigen Jury beurteilt. Diese setzte sich aus den beiden Juroren Ulrich Bernhardt, Musikschulleiter, und Matthias Sadowsky, Vorstandsmitglied der Musikschule, sowie einem Fachjuror für das jeweilige Instrument zusammen. Denn genau hier lag eine Schwierigkeit für die Jury: „Wenn beim Klavier ein Ton nicht passt, hat der Stimmer schlechte Arbeit geleistet, aber beim Waldhorn besteht die erste Lernzeit darin, erstmal einen Ton zu erhalten“, fügt Bernhardt hinzu, um die Schwierigkeit beim Erlernen des Instruments als ein Kriterium zu betonen, das nicht unberücksichtigt blieb, da eine weitere Staffelung nach Instrumenten nicht stattfand.

Im Saal der Musikschule Werra-Meißner spielten die jungen Talente vergangenen Freitag und Samstag je nach Sparte zwei unterschiedliche Stücke ihrer Wahl, welche aus unterschiedlichen Epochen stammen sollten. Einzige Einschränkung: Die fünfminütigen Ausschnitte sollten aus Kompositionen des 16. bis frühen 20. Jahrhunderts stammen. Neben Sach- und Geldpreisen wurden bei dem Preisträgerkonzert am vergangenen Sonntag auch Stipendien der Musikschule vergeben. Von 20 Teilnehmern wurden aus jeder der vier Alterssparten die drei besten ausgezeichnet, aber auch die restlichen acht Teilnehmer gingen nicht leer aus und erhielten Eschwege-Gutscheine durch den Landrat überreicht.

Das kurze Preisträgerkonzert wurde von Bernhardt moderiert, der mit Hintergrundinformationen durch die persönlichen „Greatest Hits“ der Gewinner führte. Auf die Besucher wartete somit ein Programm, welches ebenso bunt wie die Herausforderung der Jury war, und sowohl virtuos als auch mit Lyrik und viel Gefühl überzeugte. Applaus war garantiert, denn „so ein Konzert ist für die Talente vor dem Hintergrund der Erwartungen oftmals stressiger als der Wettbewerb selbst“, fügt Bernhardt humorvoll hinzu.

Die Preisträger

Altersgruppe I (6-8J): 1. Preis Kilian Reimer, Posaune 2. Preis Benno Meister, Klavier 3. Preis Ludwig Heppe, Blockflöte

Altersgruppe II (9-12J): 1. Preis Emanuel Bormuth, Violoncello 2. Preis Lukas Furch, Klavier 3. Preis Valentin Schulze, Klavier

Altersgruppe III (13-15J): 1. Preis Sebastian Lorch, Gitarre 2. Preis Mattis Kämmer, Blockflöte 3. Preis Antonia Salzburger, Waldhorn

Altersgruppe IV (16-18J): 1. Preis Hanna-Maria Bormuth, Violine 2. Preis Kseniya Hlisc, Gitarre 3. Preis Johanna Hoffmann, Klavier.

Musikförderpreise für junge Talente aus dem Kreis vergeben

Von Lorenz Schöggl

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