Musikalischer Vesper

Musikerinnen entführen in das 17. Jahrhundert

Mit geistlichen und weltlichen Stücken unterhielten Sopranistin Sabine Harbich (links) und Bezirkskantorin Susanne Voss die Besucher.
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Mit geistlichen und weltlichen Stücken unterhielten Sopranistin Sabine Harbich (links) und Bezirkskantorin Susanne Voss die Besucher.

Leichte Cembalo-Klänge ertönen aus dem E-Piano und mit dem Einsetzen der Sopranstimme werden die Besucher der musikalischen Vesper in das 17. Jahrhundert und in die Welt der Stücke Henry Purcells entführt.

Eschwege – Während am Samstagabend im Rahmen der musikalischen Reihe eigentlich der Cantatekreis hätte singen sollen, waren aufgrund der Corona-Pandemie auch an diesem Abend stattdessen zwei Künstlerinnen anstelle eines Ensembles zu hören gewesen.

Sabine Harbich, die im Kammerchor singt und bereits seit Längerem gemeinsam mit Bezirkskantorin Susanne Voß musiziert, hatte sich bei der Zusammenstellung des Programms mit geistlichen und weltlichen Titeln für Werke der Komponisten Bach und Purcell entschieden.

Zur Klavierbegleitung von Susanne Voß erfüllte ihre Sopranstimme daher zuerst mit Bachs „Wohl euch, ihr auserwählten Seelen“ die Kirche, bevor dunklere, langsamere Töne erklangen und ein mal klagendes und mal kraftvolles „Ach bleibe doch, mein liebstes Leben“ berührte.

Titel aus Opern und Semi-Opern verschiedener Genres wurden im zweiten Teil des Programms in der Neustädter Kirche lebendig. So lud „Secrecy’s song“ aus „The Fairy Queen“ mit helleren, fröhlicheren Tönen in Shakespeares Sommernachtstraum ein, während es mit „Since from my dear Astrea’s sight“ aus „Dioclesian“ emotionaler wurde, als Sopran und E-Piano das Stück wie ein leiser werdendes Echo im Wechsel langsam ausklingen ließen.

Mit voller Konzentration und Stimmgewalt bei allen Stücken begeisterte Sopran Sabine Harbich dabei mit klarer, kraftvoller Stimme. So erfüllte sie die Kirche bei „Here let my life“ aus der Ode „If ever I more riches did desire“ unter anderem bei einer Passage mit jubelnd hohen Tönen und verlieh dem „Thy hand Belinda“ aus der Oper „Dido and Aeneas“ einen emotionalen Charakter.

Für Gesang und Begleitung dankten die Besucher beiden Akteurinnen mit begeistertem Applaus und mit einem Choral endete die musikalische Vesper. Abschließend lud Susanne Voß zum Konzert „Endlich Beethoven!“ ein, das am 4. Oktober um 18 Uhr ebenfalls in der Neustädter Kirche stattfinden soll. Das auftretende Streicherquartett Accompagnato aus Kassel hätte bereits im März beim Konzert „Misa a Bueanos Aires“ die Kantorei begleiten sollen.

Karten können per E-Mail bei Susanne Voß susanne.voss@ekkw.de bestellt oder im Neustädter Gemeindehaus an der Rosengasse erworben werden. (Von Eden Sophie Rimbach)

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