Mutter und Tochter wegen Betruges verurteilt

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Eschwege. Vor dem Eschweger Amtsgericht sind gestern eine 21-jährige Frau aus Eschwege und ihre 55-jährige Mutter gemeinsam zu fast vier Jahren auf Bewährung verurteilt worden.

Sie wurden in insgesamt 62 Fällen des Betrugs schuldig gesprochen.

Die Staatsanwaltschaft warf der 21-Jährigen vor, seit Mai vergangenen Jahres hochwertige Elektronikartikel wie Smartphones, Spielkonsolen oder Notebooks im Internet angeboten, den Kaufpreis vereinnahmt, aber - wie von vornherein geplant - die Waren nicht ausgeliefert zu haben. Auf diese Weise soll sie sich rund 10 000 Euro verschafft haben. Zudem soll sie in zahlreichen weiteren Fällen gemeinsam mit ihrer Mutter gehandelt haben, die auch von allen weiteren Taten wusste.

Die arbeitslose 21-Jährige, die Mutter von drei Kindern und bereits vorbestraft ist, soll weiterhin eine Anwaltsrechnung sowie die Behandlungskosten eines Tierarztes für ein Pferd von fast 1000 Euro nicht bezahlt haben.

„Das Urteil hätte wegen der Vielzahl an Taten auch wesentlich strenger ausfallen können“, sagt Richterin Sprenger und bezieht sich auf die Forderungen des Staatsanwalts, der für die 21-Jährige unter anderem eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren und neun Monaten ohne Bewährung forderte.

Geständig und reumütig

Die Richterin verzichtete jedoch darauf, „weil die Angeklagten geständig und reumütig waren und ein volles Geständnis abgelegt haben“. Insgesamt bedeute dieses Urteil aber „die allerletzte Chance für die Angeklagten, um sich zu ändern“, sagt die Richterin. Die Tochter war für 43 Taten, die Mutter für 19 verantwortlich.

Neben den Geständnissen gaben die Angeklagten auch an, dass sie bereits in jüngerer Vergangenheit Schulden zurückgezahlt hätten und dies auch weiterhin machen würden.

Von Nico Beck

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