Intelligente LED-Beleuchtung des Fahrrad- und Fußwegs zwischen Oberhone und Niederhone installiert

Nach 40 Jahren Licht ins Dunkel

Es werde Licht: Ortsvorsteher Ortwin Ludwig (li.) freut sich über die elf Laternen, die künftig den dunklen Weg erhellen. Frank Keudel von den Stadtwerken führt derweil die Technik vor. Foto: W. Skupio

Oberhone. Es war ein Projekt aus dem letzten Jahrhundert und gleichzeitig ein Wahlversprechen von Bürgermeister Alexander Heppe: Die Errichtung von Straßenlaternen entlang des Radweges zwischen Ober- und Niederhone.

Nun, nachdem fast niemand mehr mit der Verwirklichung gerechnet hat, erhellen nicht nur nagelneue LED-Lampen die Strecke, sie sind auch noch intelligent.

LED-Technik, die mitdenkt

„Die Leuchten sind dimmbar, mit Bewegungsmeldern ausgestattet und kommunizieren miteinander“, sagt Michael Küster, Elektromeister bei den Stadtwerken. „Im Normalzustand leuchten sie mit nur anderthalb Watt, wenn aber Radfahrer oder Fußgänger den Überwachungsbereich des Bewegungsmelders durchqueren, erhöhen sie nicht nur ihre Leistung auf 30 Watt, sondern informieren ihre Nachbarlampe auch noch per Funk, so dass diese ebenfalls mit voller Kraft strahlt“, erklärt Küster. Danach dimmen sich die Lampen wieder von selbst herunter und sparen so zusätzlich Strom.

Sie verfügen sogar über eine Sollbruchstelle und knicken einfach um, wenn ein Auto von der Straße abkommt und gegen die Lampenpfosten prallt.

Vor allem in der dunklen Jahreszeit ist die neue Beleuchtung sinnvoll, liegen doch viele Anlaufpunkte der Oberhöner im Nachbarort, wie etwa Apotheke, Bäcker, Fleischer oder Supermarkt.

Rund 80 Oberhöner ließen sich die offizielle Inbetriebnahme der Leuchten nicht entgehen, der Ortsbeirat hatte alle Haushalte eingeladen und zudem für das leibliche Wohl gesorgt. Außer Bürgermeister Alexander Heppe waren neben Stadtverordnetenvorsteher Karl Montag noch Vertreter der Fraktionen der Eschweger Stadtverordnetenversammlung zur Inbetriebnahme gekommen. „Rund 40 Jahre alt ist der Antrag hier eine Beleuchtung zu installieren. Mit dem Hinweis, dass dann auch Ober- und Niederdünzebach eine solche Beleuchtung fordern würden, lehnte man ihn aber immer wieder ab“, erinnert sich Ortsvorsteher Ortwin Ludwig.

Heppe gratulierte den Oberhönern deshalb nicht nur zur neuen Beleuchtung, sondern auch zu ihrer Hartnäckigkeit.

Von Wolfram Skupio

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