Zum Abschied für den Pächter des Jagdreviers Motzenrode-Hitzelrode, Werner Weiter, Eiche gepflanzt

Nach 58 Jahren ins zweite Glied gerückt

Die Jägerschaft des Reviers Motzenrode-Hitzelrode hat für den scheidenden Pächter Werner Weiter (2.v.l.) eine drei Meter hohe Eiche gepflanzt. Von links: Horst Tögel, Dr. Carl Bartholomäus, Horst Pöpperl, Rudolf Koch, Florian Gimbel, Klaus Wamser, Thomas Becker, Reinhold Wamser und Ilona Becker. Foto: privat

Motzenrode/Hitzelrode. Er hat ein bewegtes Jagdleben hinter sich und ein viel ruhigeres vor sich. Gemeint ist Werner Weiter aus Motzenrode, der nach 58 aktiven Jahren als Jäger, davon war er 30 Jahre Pächter des Jagdreviers Motzenrode-Hitzelrode, ins zweite Glied rückt. „Der Lust an der Jagd sowie der Hege und Pflege der Natur werde ich weiterhin einen großen Platz einräumen, doch es wurde Zeit, die Jagdpacht in jüngere Hände zu legen“, so Werner Weiter gegenüber der WR.

Der Senior zeigt sich angetan, dass Dr. Carl Bartholomäus und dessen gleichberechtigte Partner Horst Pöpperl und Reinhold Wamser, die allesamt länger als 15 Jahre im Revier jagdlich tätig sind, in den noch zwölf Jahre laufenden Pachtvertrag eingestiegen sind. „Gerade Carl Bartholomäus, der schon als Mitpächter an meiner Seite stand, war mir in der Hege und Pflege des Reviers eine große Unterstützung“, so die Dankesworte von Werner Weiter.

Zum Abschied hat ihm die Jagdgenossenschaft eine drei Meter hohe Eiche geschenkt und eingepflanzt. Sie wurde auf „Jägereiche“ getauft und steht an einem Hang, der den Blick auf Motzenrode gewährt. Auch über den kostenlosen Jagderlaubnisschein für die nächsten zwölf Jahre und den üppigen Präsentkorb, beides haben ihm seine Nachfolger geschenkt, hat er sich sehr gefreut.

1950 wurde der erste Jagdpachtvertrag von Bernhard Gimbel und Ernstotto Bartholomäus abgeschlossen. Werner Weiter, der 1954 seine Jägerprüfung erwarb, wurde sofort als Jagdaufseher benannt und stieg 1982 für Gimbel als Pächter ein. 1994 übernahm Carl Bartholomäus die Pacht von seinen Vater Ernstotto. „Da ist eine Partnerschaft gewachsen, die zwei Generationen über das Hobby, die Jagd, verbindet“, schwärmt Werner Weiter.

Von Harald Triller

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