Feuerwehren und andere Rettungsdienste

Digitalfunk: Umstellung im Kreis erfolgt nach und nach

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Neu und alt: Nach und nach wird Digitalfunk bei Feuerwehr und anderen Rettungsorganisationen eingeführt. Kreisbrandinspektor Christian Sasse zeigt hier ein neues, digitales (links) und ein altes, analoges Funkgerät. 

Die Umstellung auf den Digitalfunk erfolgt im Kreis nach und nach. Die ersten Schulungen haben bereits stattgefunden und auch Geräte wurden schon angeschafft.

Werra-Meißner. „Es geht langsam los.“ Gemeint ist die Umstellung von Analog- auf Digitalfunk, mit dem die Rettungskräfte sich künftig verständigen sollen. Die ersten Schulungen fanden bereits statt, Kreisbrandinspektor (KBI) Christian Sasse und das Führungsteam des Katastrophenschutzes verfügen bereits über zwei der neuen Geräte.

Die Umstellung erfolgt nach und nach, im Korridor von Witzenhausen bis Eschwege entlang der Bundesstraße 27 sind erste Strukturen für das Digitalfunknetz bereits geschaffen und in Betrieb. Sobald das Netz steht und die Geräte vorhanden sind, startet die Ausbildung. Rund 1500 Feuerwehrleute werden je acht Stunden unterwiesen.

Im Juli beginnen bereits die Umschulungen für die zehn Kreisausbilder für Sprechfunker, die ihr Wissen dann bis zum letzten Mann weitergeben sollen. Entsprechend sollten die Städte und Gemeinden demnächst beginnen, die Handfunkgeräte zu beschaffen, damit ihre Feuerwehren sich damit vertraut machen können, sagt KBI Sasse. Bis Anfang 2014 sollen dann auch die Funkgeräte in den Einsatzfahrzeugen eingebaut sein.

Neben den Feuerwehren werden auch Deutsches Rotes Kreuz (DRK), Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) und Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) auf Digitalfunk umstellen.

Auswirkungen auf den Funkverkehr der ehrenamtlichen Helfer hat das derzeit schon stellenweise Funktionieren von Digitalfunk nicht, sagt Sasse. Wenn das Netz im Werra-Meißner-Kreis komplett steht, womit er Anfang 2014 rechnet, soll beim Rettungsfunk begonnen werden, bevor die Kommunen nach und nach mit ihren Feuerwehren folgen.

Im dann startenden Testbetrieb verfügen die Fahrzeuge über analoge und digitale Funkgeräte, sodass die Einsatzkräfte zwar digital mit der Leitstelle funken, aber die Möglichkeit zum analogen Kontakt bestehen bleibt. Im Testbetrieb sollen die Anwender feststellen, ob noch Basisstationen oder Verstärker im Feld fehlen.

Erst nach Testbetrieb und dem Okay aus Wiesbaden, dass das Digitalfunknetz im Werra-Meißner-Kreis stabil ist, sollen die alten Geräte ausgebaut werden.

Von Stefan Forbert

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