Kleine Zweier helfen aus

Nach Portoerhöhung: Wichtige Fragen und Antworten

Die Neuen und ihre Helfer: Ab dem 1. Januar kostet das Porto für einen Standardbrief 62 Cent. Gabriele Steinfeld von der Postfiliale in Witzenhausen zeigt die neuen Briefmarken (rechts) und die 2-Cent-Marke, die zur Ergänzung der alten 60-Cent-Marke dient. Foto:  Bülau

Witzenhausen. Wer derzeit einen Brief verschicken möchte und noch Marken aus dem vergangenen Jahr hat, der muss mehr kleben als gewöhnlich.

Der Grund dafür ist, dass die Deutsche Post zum 1. Januar das Porto für den Standardbrief wieder erhöht hat. Von glatten 60 Cent auf die ungerade Summe von 62 Cent.

Wer noch alte Briefmarken besitzt, muss also Zusatzmarken kaufen, damit seine Nachricht an den Empfänger transportiert wird. Dafür hat die Post extra 2-Cent-Marken drucken lassen. „Manche haben nicht einmal die Erhöhung von 58 auf 60 Cent mitbekommen“, erzählt Gabriele Steinfeld von der Postfiliale in Witzenhausen. So groß wie im vergangenen Jahr sei der Ansturm auf die Marken aber nicht. „Es hält sich in Grenzen“, so Steinfeld.

Es wird sicher noch einige Tage dauern, bis sich alle Kunden auf den neuen Preis eingestellt haben und die alten Briefmarken aus dem Umlauf sind. Wir beantworten bis dahin die wichtigsten Fragen zur Portoerhöhung.

Ich habe noch 60-Cent-Marken zu Hause. Kann ich die noch verwenden? 

Ja, das geht völlig problemlos. In Postfilialen kann man die neuen 2-Cent-Ergänzungsmarken kaufen, um das Porto für den Standardbrief auf 62 Cent aufzustocken. Außerdem kann man an Briefmarkenautomaten, die vor und in den Postfilialen zu finden sind, jeden Wunschwert als Briefmarke erhalten. Also auch eine 2-Cent-Marke.

Ich habe aus Gewohnheit eine alte 60-Cent-Marke auf den Brief geklebt und ihn eingeworfen oder die Erhöhung vergessen. Wird der Brief trotzdem zugestellt? 

Seit dem 1. Januar sind Briefe, die mit 60-Cent-Marken versehen wurden, unterfrankiert. Es gebe keine Karenzzeit, in der diese noch ausgetragen werden, erklärt Gabriele Steinfeld. Allerdings komme es darauf an, ob es erkannt würde, dass der Brief nicht ausreichend frankiert ist. Würde es schon im Briefzentrum bemerkt, komme der Brief zurück zum Absender. Wenn der Fehler erst beim Zustellen erkannt wird, muss der Empfänger das fehlende Porto zahlen. Man sollte also auf die richtige Frankierung achten.

Ich habe mir schon im Dezember einen Vorrat an 2-Cent-Marken zugelegt und nicht alle benötigt. Was mache ich nun mit dem Rest? 

Es werden keine 60-Cent-Marken mehr von den Postfilialen verkauft. Sollten die übriggebliebenen Marken nicht für das reguläre Porto einer Sendung ausreichen, kann man es in einer Postfiliale entweder aufstocken oder eine Briefmarke mit dem fehlenden Wert an einem Briefmarkenautomaten ziehen, um das Porto zu vervollständigen.

Was wird mit den 60-Cent-Marken gemacht, die die Postfilialen nicht rechtzeitig verkauft haben und nun übrig sind? 

Für die nicht verkauften Marken wird es eine Rückholaktion geben. Anschließend werden sie sachgemäß vernichtet. Briefmarken sind Wertzeichen, ähnlich wie Geld.

Auf der Internetseite der Deutschen Post kann man zudem seine Briefmarken online bezahlen und selbst ausdrucken. Sogar mit Motiv sind diese erhältlich. Bezahlt werden muss nur der normale Portopreis ohne Zusatzkosten.

So ändern sich die Preise

Zum 1. Januar hat die Deutsche Post einige Preise angehoben. Manches wird allerdings auch günstiger. Einige Preise sind ganz neu. Eine Übersicht:

• Auslandsporto: 0,80 Euro (vorher 0,75 Euro)

• Päckchen bis einen Kilogramm 3,95 Euro und bis zwei Kilogramm 4,40 Euro (neue Einteilung)

• Paket bis fünf Kilogramm 6,99 Euro bis zehn Kilogramm 8,49 Euro und bis 31 Kilogramm 14,99 Euro (neue Einteilung)

• Kompaktbrief: 85 Cent (vorher 90 Cent)

Die Preise für Postkarten (0,45 Euro) Großbriefe (1,45 Euro) und Maxibriefe ( 2,40 Euro) sind gleich geblieben.

Von Maximilian Bülau 

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