Österreich und Kroatien beliebt

Nachfrage in den Reisebüros der Region zieht an: Deutschland gefragt

Urlaub in Deutschland ist gefragt: Hier sind Urlauber an der Strandpromenade von Westerland auf Sylt zu sehen.
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Urlaub in Deutschland ist gefragt: Hier sind Urlauber an der Strandpromenade von Westerland auf Sylt zu sehen.

Die Reiselust der Menschen im Werra-Meißner-Kreis erwacht – wenn auch vorerst verhalten. Das ergab eine stichprobenartige Umfrage unserer Zeitung unter den Inhabern von Reisebüros.

„Nachfrage und Interesse sind da“, bekräftigt Karl Gleim vom Reisebüro Am Markt in Eschwege. Allerdings zeigten sich die Reisewilligen aktuell noch verunsichert hinsichtlich unterschiedlicher Corona-Beschränkungen in den Urlaubsländern, möglichen pandemiebedingten Grenzkontrollen und den diversen Hygiene- und Sicherheitskonzepten der Flughäfen und Airlines.

Seit dem gestrigen Montag sind die Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes als Folge der Corona-Pandemie für 27 europäische Staaten aufgehoben, zugleich lassen die meisten Länder wieder Touristen einreisen. Urlauber könnten also wieder zu den beliebtesten Zielen in Europa aufbrechen – „aber am stärksten nachgefragt“, sagt Karl Gleim, „ist Deutschland“.

Nicht jeder dürfte sein Wunschquartier zur Wunschzeit bekommen

Nicht jeder Urlauber dürfte hier allerdings sein Wunschquartier zur Wunschzeit bekommen. Wegen der Abstandsregeln können Hotels ihre Kapazitäten in der Hauptreisezeit in diesem Jahr nicht voll nutzen. Das gelte vor allem für Nord- und Ostsee, bestätigt Nergiz Fleckenstein vom Reisebüro Heli in Hessisch Lichtenau. 

„Beliebte Regionen wie die Küste oder auch Bayern waren in den Sommerferien schon immer sehr voll“, sagt die Geschäftsführerin. Das werde sich auch in diesem speziellen Reisejahr nicht ändern. Die Nachfrage halte nun bis in die Monate August und September hinein an.

Österreich, Kroatien und Mallorca beliebt

Soll es doch eine Auslandsreise sein, zieht es die Menschen nach Österreich und Kroatien oder, wegen der kurzen Flüge, nach Mallorca. „Anzumerken ist, dass Kunden, die bereits früh eine Auslandsreise gebucht haben, wegen der oft unsicheren Umstände doch auf einen Reiseantritt verzichten“, sagt Nergiz Fleckenstein. „Unser Erfahrungswert, in Prozent ausgedrückt: 80 Prozent reisen nicht.“

Die Inhaber der Reisebüros gehen davon aus, noch lange mit den wirtschaftlichen Folgen der Krise zu kämpfen zu haben. 

Auslandsreisen werden oft storniert

Seit Montag können die Deutschen wieder Urlaub im Ausland machen. Auch die ersten Fluggesellschaften nehmen ihren Betrieb wieder auf. Aber: „Die Nachfrage ist verhalten“, sagt Michael Hobbie vom Sontraer Reisebüro Auf und Davon. 

„50 Prozent der Kunden stornieren ihre bereits gebuchten Reisen, 25 Prozent buchen um auf das kommende Jahr, nur 25 Prozent fliegen trotz Pandemie“. Die Reisebranche, so Hobbie, habe so weiter zu leiden.

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