Preise momentan stabil

Die Nachfrage nach Brennholz im Werra-Meißner-Kreis steigt 

Werra-Meißner. Der lange, vergleichsweise strenge Winter und der leicht steigende Ölpreis haben zu einer erhöhten Nachfrage nach Brennholz bei den Forstämtern des Kreises in Hessisch Lichtenau und Wehretal geführt.

Der Hauptgrund seien laut einer bundesweiten Umfrage des Industrieverbandes Haus-, Heiz- und Küchentechnik (HKI) vor allem aber die frostigen Temperaturen im Februar.

Das bestätigte auch der Leiter des Wehretaler Forstamtes Thomas Rysavy. Hinzu käme noch der Umstand, dass im Herbst vergangenen Jahres wegen der extrem feuchten Witterung und des im Januar folgenden Sturms Friederike, überhaupt nur wenig Laubholz geschlagen werden konnte. „Wir hatten im Herbst wegen des feuchten Bodens Probleme, das Holz aus dem Wald holen zu können“, so der Leiter des Forstamtes Hessisch Lichtenau, Matthias Dumm. Trotz steigender Nachfrage sind die Preise für Holz zur Selbstabholung weitestgehend stabil geblieben, hat das HKI ermittelt. Der reguläre Preis zur Selbstabholung aus dem Wald liegt aktuell zwischen 35 und 45 Euro pro Raummeter. Das entspricht etwa einem Festmeterpreis zwischen 50 und 65 Euro.

Das Forstamt Hessisch Lichtenau gibt Preise für Kronenholz von Buchen mit 28 Euro je Raummeter und 21 Euro je Raummeter für Eichen an. Eine andere Tendenz zeichnet sich jedoch ab. Während in den Vorjahren Privatleute Kronenholz im Wald selbst aufgearbeitet und abtransportiert haben, sogenannte Selbstwerbung, sei jetzt die Nachfrage nach bereits aufgearbeitetem Kronenholz, das vom Forstamt bereits an Waldwegen abgelegt wird, gestiegen. „Die Leute bezahlen lieber ein bisschen mehr und sparen sich etwas Arbeit“, sagte Dumm.

Eine generell erhöhte Nachfrage nach Brennholz gebe es laut Dumm nach dem großen Boom der vergangenen Jahre nicht. „Da spielt auch die aktuelle Diskussion um Feinstaub eine Rolle.“

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