Für die Natur begeistern

Pestalozzischüler unterstützen den Dorfverschönerungsverein

Handlungsorientierter Biounterricht: Die Schüler der Pestalozzischule rechen die gemähte Fläche, um aus dem Mahdgut Igelkugeln anzulegen, die den stacheligen Tieren als Unterschlupf für den Winterschlaf dienen. Foto: Weber

Eschwege. Die Igel haben ihr neues Zuhause schon bezogen - das hofft Naturpark-Rangerin Susanne Pfingst. Von außen sieht man es den Igelkugeln, luftig konstruierten Haufen aus Ästen und Blättern, die von Schülern der Pestalozzischule unter der Anleitung des Vogelschutzbeauftragten Dieter Pröger gebaut wurden, nicht an. Doch unter dem Laub sind die Igel möglicherweise schon im Winterschlaf.

Vor 15 Jahren nahm sich der Dorfverschönerungsverein Oberhone einer stark verwahrlosten Fläche in der Gemarkung von Oberhone an. Diese umfasst rund drei Hektar und besitzt einige Teiche. Mit viel Arbeitseinsatz verwandelten die Vereinsmitglieder das Gelände in ein Feuchtbiotop, das ein Rückzugsort für heimische Amphibien, Reptilien und Vögel ist.

Doch braucht die Fläche weiterhin die nötige Pflege. Dazu erhält der Verein die Unterstützung der Schüler der Klassen M1 und M2 der Pestalozzischule, die ihren Biountericht am Biotop abhalten. Nachdem Waldarbeiter die Fläche gemäht hatten, rechten die Schüler das Mahdgut ab und bauten es zu den Igelkugeln auf. Nahe dem obersten der fünf Teiche, der ebenfalls vom Gestrüpp befreit wurde, legten sie zudem kleinere Haufen als Ringelnatterbrutbiotope an.

„Schüler lernen dann am besten, wenn sie erleben, dass ihr Handeln wirksam ist.“

„Dieses vom Naturpark Meißner-Kaufunger Wald initiierte Naturschutz- und Umwetltbildungsprojekt soll dazu dienen, junge Menschen für die sie umgebende heimische Natur zu begeistern und sie mit den Pflegearbeiten vertraut zu machen, die zum Erhalt von speziellen Lebensräumen erforderlich sind“, sagt Susanne Pfingst.

Von ihrer Schule aus ist es durch die Flur nicht weit bis zum Biotop, das die Schüler zu Fuß erreichen können. Zusammen mit dem Mitgliedern des Vereins leisten sie ihre Arbeitseinsätze im Feuchtbiotop und haben Spaß daran.

„Dies ist eine Form von handlungsorientiertem Biounterricht, der den Schülern sehr viel weiterhilft“, sagt Bärbel-Schuhmann-Nolte von der Pestalozzischule. „Sie lernen dann am besten, wenn sie erleben können, dass ihr eigenes Handeln wirksam ist.“

Von Kristin Weber

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