Arbeiten sollen im Juli beginnen

Naturbad im Werratalsee: Warten auf die Tauchplane

+
Idealfall: So wie hier im Kinzigsee bei Langenselbold soll auch das Wasser des Werratalsees getrennt werden.

Die weltweite Corona-Pandemie hat Auswirkungen auf Freibäder – und auch auf Badeseen. Die Arbeiten für das Naturbad im Werratalsee sollen nun im Juli beginnen. So ist der Stand der Dinge.

Der Liefertermin für die Tauchplane für das Naturbad im Werratalsee aus China verschiebt sich und die Bergung von weiterem Totholz in Ufernähe kann erst im Juli stattfinden. Im August soll das Naturfreibad erstmals nutzbar sein.

Aufträge vergeben

Sämtliche Aufträge zum Bau der Badestelle mit filtriertem Werratalsee-Wasser seien vergeben, bestätigt Eschweges Bürgermeister Alexander Heppe auf Anfrage unserer Zeitung. Die Fundamente zur Befestigung der Tauchplane soll die Baufirma Küllmer aus Reichensachsen ausführen, die Vorbereitungen für die Tauchplane sollen die Stadtwerke Eschwege übernehmen und die Plane selbst ein Spezial-Unternehmen aus Kirchworbis übernehmen. Alle warten jetzt aber auf die Tauchplane. „Die befindet sich aber noch auf dem Transportweg“, erklärt Markus Mengel, Fachbereichsleiter des Tiefbauamtes Eschwege. Ende Juni wird sie in Eschwege erwartet.

Weitere Holz-Bergung

Zuvor muss aber noch weiteres Totholz vom Grund des Sees geborgen werden. Bereits im November hatte das Technische Hilfswerk (THW) Eschwege rund 40 Festmeter Holz aus dem Gewässer geholt. Bei der Bergung ist das THW aber auf die Taucher der DLRG (Deutsche Lebensrettungsgesellschaft) angewiesen. Die dürfen aber aufgrund der aktuellen Hygiene- und Abstandsregelungen noch nicht wieder zusammenkommen, wie Mengel berichtet. Ein weiterer Bergungstermin ist jetzt für den 4. Juli vorgesehen.

Bauarbeiten ab Juli

Wenn alle Vorbereitungen abgeschlossen sind, könnte es schnell gehen. Rund eineinhalb Wochen sind für den Bau des etwa einen Hektar, also 10.000 Quadratmeter, großen Naturfreibads kalkuliert.

„Unsere Bauart wird wohl bislang einmalig sein in Deutschland“, sagt Mengel. Vereinfacht gesagt, wird das Tauchbecken wie eine Ölsperre wirken. Dazu wird ein Halbbogen mit etwa 60 Meter Durchmesser geschweißt, der an den zwei Fundamenten in Ufernähe befestigt wird. Auf etwa 140 Metern wird dann die Tauchplane daran befestigt.

Wasserqualität

Anschließend wird das Wasser im Inneren geklärt und später eine Filtration eingebaut. Zwischen dem Seewasser und dem Wasser im Natur-Freibad soll es einen minimalen Austausch geben. Das Zentralklärwerk der Stadt wird dann die Wasserqualität untersuchen und von einem Gutachter einschätzen lassen. Die Kosten belaufen sich nach Schätzungen aus dem Jahr 2019 auf rund 350.000 Euro.

Freibad am Espada: Warten auf die Fördermittel

Der Bau des neuen Freibads vor dem Espada-Hallenbad in Eschwege soll beginnen, sobald die Bescheide für die Fördermittel eingegangen sind. „Wir wollen die Kunden der Stadtwerke nicht über Gebühr belasten“, sagt Eschweges Bürgermeister Alexander Heppe. Deswegen hat sich die Stadt für das Schwimmbadprogramm SWIM des Landes Hessen beworben. 

Gebaut werden soll eine Naturbadelandschaft mit drei Fünfzig-Meter-Bahnen, einer Lagune, einer Breitrutsche sowie einer barrierefreien Zugangsmöglichkeit. Das Becken wird eine Wasserfläche von knapp über 1000 Quadratmetern haben, bis zu 1,35 Meter tief sein und mit einer Folie abgedichtet. Das Badewasser bleibt ungechlort und wird über ein Filtersystem gereinigt. Die Kosten für das Außenbecken auf dem Gelände des Espada werden mit 2,72 Millionen Euro beziffert. Die jährlichen Betriebskosten werden sich auf etwa 50.000 Euro belaufen. Wirtschaftliche Folgen durch die Coronakrise sollen den Neubau nicht beeinflussen, heißt es vonseiten des Freibads. Das neue Freibad an alter Stelle soll 2021 fertiggestellt werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare