Kreis richtet Gemeinschaftsunterkunft mit 41 Plätzen für Flüchtlinge ein

Neue Asylunterkunft in Eltmannshausen

Eschwege. Der wachsende Zustrom von Flüchtlingen nach Deutschland hat auch den Werra-Meißner-Kreis gezwungen, weitere Unterkünfte für Asylsuchende bereitzustellen. In Eltmannshausen betreibt die Arbeiterwohlfahrt (Awo) seit Beginn des Jahres eine neue Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber mit 41 Plätzen.

Damit hat der Kreis seine Kapazität zur Aufnahme von Asylsuchenden von bisher 201 auf 272 Plätze erhöht. Derzeit sind im Landkreis 115 Menschen in sogenannten Gemeinschaftsunterkünften und 97 in Wohnungen untergebracht.

„Mit der Gründung der neuen Gemeinschaftsunterkunft hoffen wir, ausreichend Kapazitäten für die Aufnahmen im ersten Quartal 2013 geschaffen zu haben“, sagte Landrat Stefan Reuß.

Bereits Ende September vergangenen Jahres waren im Werra-Meißner-Kreis die bestehenden Kapazitäten für Asylsuchende in den bestehenden Gemeinschaftsunterkünften in Weißenborn, Witzenhausen und Neu-Eichenberg erschöpft. Mit Unterstützung der Kommunen sind gemeinde- beziehungsweise stadteigene Wohnungen in Sontra, Herleshausen, Großalmerode und Eschwege angemietet worden.

„Durch die neue Einrichtung haben wir ein bisschen Luft zur Unterbringung in Gemeinschaftsunterkünften geschaffen“, sagt der Sprecher des Kreises Jörg Klinge. Denn die Wohnungen sollen vor allem Familien zur Verfügung gestellt werden.

In Eltmannshausen gibt es zumindest keine öffentlich geäußerten Bedenken gegen die Asylbewerberunterkunft. Das Gebäude war bereits vor zirka zehn Jahren für diesen Zweck genutzt worden. „Wir haben die Leute damals gut aufgenommen und werden das auch wieder tun“, sagte Ortsvorsteher Georg Rost. „Aber es wird immer Leute geben, die etwas dagegen haben.“ Sorge bereitet dem Ortsvorsteher, dass es in Eltmannshausen selbst keinen Laden mehr gibt.

Von Stefanie Salzmann

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