Weißenborn hat einen Treffpunkt für alle Generationen

Neue Begegnungsstätte für Weißenbörner

Freut sich: Bürgermeister Thomas Mäurer vor der neuen Tür zur alten Graburg-Schule.
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Freut sich: Bürgermeister Thomas Mäurer vor der neuen Tür zur alten Graburg-Schule.

Zurück auf die Schulbank? Bei vielen Bürgern werden Erinnerungen an alte Zeiten wach. Doch die neue Begegnungsstätte in Weißenborn hat noch mehr zu bieten.

„Wir sind hier alle zur Grundschule gegangen“, erinnern sich die vier Landfrauen und der Bürgermeister, während sie die Küche der neu entstandenen Begegnungsstätte Weißenborn einrichten. „Das waren schöne Zeiten“, zwischen den Zeilen schwingt Nostalgie mit. Und sicherlich wird der Gang durch die Räumlichkeiten des Gebäudes die eine oder andere Erinnerung mit sich bringen: An lange Schultage, an gute oder weniger gute Lehrer, an die eigene Kindheit. „Dieses Gebäude hat einen bedeutenden historischen Wert für unsere Gemeinde“, erklärt Bürgermeister Thomas Mäurer, „umso mehr freut es mich, dass wir es nun wieder nutzen können.“

Mehr als eine Schule

Im Jahr 2014 wurde die Schule in Weißenborn geschlossen und seitdem nicht genutzt. Vor zwei Jahren dann lief zusätzlich noch der Nutzungsvertrag der Gemeinde mit dem sich im Privatbesitz befindlichen Dorfgemeinschaftshaus aus, sodass es keinen öffentlichen Veranstaltungs- oder Sitzungssaal mehr gab. Es musste dringend eine Alternative her. „Die Idee der Begegnungsstätte entstand und hat bei vielen Anklang gefunden“, so Mäurer weiter. Mit den Mitteln aus dem Dorferneuerungsprogramm wurde das ehemalige Schulgebäude grundsaniert und mit neuer Elektrik, Anstrich, Sanitäranlagen, Küche und modernen Gerätschaften ausgestattet. „Insgesamt sind hier Kosten in Höhe von 400 000 Euro entstanden, davon stammen etwa 240 000 Euro aus Mitteln der Dorferneuerung.“

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Groß und hell sind die neuen Räumlichkeiten geworden. Es gibt einen großen Feierraum mit insgesamt 100 Quadratmetern, der mittig abgeteilt werden kann. Auch eine Theke, gestiftet von der AKE, steht hier für Feiern zur Verfügung. Außerdem gibt es einen kleineren Raum, der unter anderem für Seminare oder Vorträge genutzt werden könnte. Die Küche ist komplett neu und entspricht dem aktuellen Stand der Technik. Einige der Geräte stammen sogar aus dem Café Landlust, das bis vor einigen Jahren im Dorfgemeinschaftshaus Rambach vom Ehepaar Reinhardt-Ziegler betrieben wurde. Nach dem Tod seiner Frau zog Herr Ziegler nach Bayern, die Küchenausstattung lagerte übergangsweise in seiner Garage. Zu schade, denn die Geräte, darunter zwei Fritteusen, eine große Kaffeemaschine, eine große Kühltheke, Mikrowelle, eine Industriespülmaschine sowie diverse Kleinteile haben noch einen Wert von circa 7000 Euro. „Herr Ziegler hat uns die Geräte für 1000 Euro überlassen und dieses Geld dann selbst an die kranke Emily-Sophie Schweinsberg aus Rambach gespendet. „Ein großer Beitrag“, freut sich Thomas Mäurer.

Mit Leben füllen

Der Anfang ist getan, die Räume sind bestuhlt, die Küche eingeräumt, die Technik installiert. „Nun wünschen wir uns, dass die Begegnungsstätte mit Leben gefüllt wird“, so Thomas Mäurer, der bedauert, dass eine große Einweihung corona-bedingt nicht stattfinden kann. Aber er habe schon kleine Führungen veranstaltet und ein durchweg positives Echo erhalten. Die Begegnungsstätte bietet Platz für Ideen, hier können sich Vereine treffen, aber auch Privatpersonen ihre Familienfeiern ausrichten. Und weil bei der Sanierung auf Generationengerechtigkeit großen Wert gelegt wurde, sind alle Räume barrierefrei, es gibt auch eine separate Behindertentoilette. „Wir sind offen für alle Nutzungskonzepte“, so Mäurer und denkt auch an Spieleabende, Bastelnachmittage oder vielleicht auch eine Kunstausstellung. Es ist ein Beamer vorhanden, sodass auch Fachvorträge oder auch mal ein gemeinsamer Filmabend möglich ist. Auch der Ortsverein der hiesigen Landfrauen wird die neue Begegnungsstätte künftig gerne für ihre Veranstaltungen nutzen. „Hier können wir gemeinsam kochen oder backen oder auch Referenten für Weiterbildungen einladen“, freut sich die Vorsitzende Lydia Janisch, die auch um neue Mitglieder wirbt. Wer Interesse hat, kann sich gerne auf landfrauen.de über die Angebote des Vereins informieren. Alle weiteren Infos zur Begegnungsstätte gibt die Gemeindeverwaltung gerne.  

Haben viel Herzblut investiert: Die Weißenbörner Landfrauen (v.l.) Nicole Mäuer, Judith Neusüß, Lydia Janisch und Heike Rommel mit Bürgermeister Thomas Mäurer.
Auch hier zur Schule gegangen: Bürgermeister Thomas Mäurer freut sich, dass der Charakter des Gebäudes bewahrt wird.

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