31. Band Eschweger Geschichtsblätter jetzt im Buchhandel 

Der 31. Band der Eschweger Geschichtsblätter wurde jetzt veröffentlicht. Zwölf Autoren schreiben über das jüdische Leben im Kreis vor dem Zweiten Weltkrieg.

Eschwege. Der 31. Band der traditionsreichen „Eschweger Geschichtsblätter“, der ab heute in den Buchhandlungen erhältlich ist, beschäftigt sich mit einem einheitlichen Thema: Zehn Autoren schreiben über das vielfältige jüdische Leben in den Dörfern und Städten in der Region Werra-Meißner vor dem Zweiten Weltkrieg.

Anlass ist viel besuchte Vortragsreihe 

Anlass ist die viel besuchte fünfteilige Vortragsreihe, die durch den Verein „Freundinnen und Freunde des jüdischen Lebens“ im vergangenen Jahr angeboten wurde. Zusammen mit der Einrichtung eines Lern- und Gedenkortes in der ehemaligen Synagoge in Abterode, fanden die Veranstaltungen an verschiedenen Orten im ganzen Kreis statt. In den Eschweger Geschichtsblättern sind die Vorträge nun zusammengefasst, damit sie auch dauerhaft von einem größeren Publikum nachgelesen werden können.

Zwölf Autoren 

Den Anfang der Beiträge macht Andreas Lehnhardt, der über die in Abterode gemachten Dachbodenfunde berichtet, allen voran eine Pergamentrolle mit jüdischen Gebetstexten. Dr. Karl Kollmann stellt die jüdische Gemeinde Abterodes im 17. und 18. Jh. vor, Thomas Beck porträtiert, die 1923 in Datterode geborene Margot Mezger, geb. Löbenstein. Anna Maria Zimmer schlägt einen größeren Bogen und widmet sich den Anfängen der jüdischen Besiedlung Eschweges im Mittelalter und den Jahrhunderten danach, während Rolf Hocke auf das jüdische Leben in Harmuthsachsen sowie die Erinnerungskultur bis heute schaut. Mit der jüdischen Schule in Reichensachsen und ihrem Lehrer Samuel Blach beschäftigt sich Hans Isenberg. Ludger Arnold nimmt das Leben der jüdischen Minderheit in Sontra in den Blick mit der schwierigen Aufgabe, die Erinnerung wachzuhalten. Schließlich berichtet Matthias Roeper über ein Dokument der Unmenschlichkeit: Zum Ende der Jüdischen Gemeinde in Witzenhausen.

Rundes Bild jüdischen Lebens über die Jahrhunderte

Die Sammlung gibt damit ein rundes Bild ab, das die Jahrhunderte umspannt und auch geografisch an unterschiedlichen Orten im Kreis nachschaut. Die Geschichtsblätter erscheinen im Selbstverlag des Geschichtsvereins Eschwege, kosten 15 Euro im Buchhandel, bestellbar unter: ISSN 2197-6163. 

Rubriklistenbild: © privat/ nh

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