Wirtschaftsförderer

Neue Impulse für Eschweger Handel

Eschwege. Eschwege benötigt dringend neue Impulse, um als Einkaufsstadt seine Spitzenposition in Nordhessen zu behaupten. Das geht aus einer Erhebung hervor, die Wirtschaftsförderer Wolfgang Conrad gestern Abend dem Bau- und Planungsausschuss der Stadtverordnetenversammlung während einer Sitzung im Rathaussaal vorlegte.

Conrad nannte auch gleich Impuls-Beispiele: ein neuer Handelsmagnet in der Innenstadt, möglichst in 1-A-Lage, eine stärkere Konzentration auf potenzielle Kunden aus dem Eichsfeld und anderen Regionen Thüringens, Ausbau der Vertriebswege des Eschweger Einzelhandels mit Schwerpunkt Internet.

„Noch sind wir – unter Berücksichtigung der Einwohnerzahl – die Nummer eins in Nordhessen, aber der Abstand wird geringer“, sagt Conrad mit Hinweis auf die Entwicklung der vergangenen zwei Jahre. Und weiter: „Vom guten Konjunkturklima hat Eschwege nicht in gleichem Maß profitiert wie andere.“ Conrad warnt davor, „dass aus Stagnation Rückschritt wird“. Der Wirtschaftsförderer bezieht sich in seiner Analyse zum Zustand des Eschweger Handels auf Daten der Gesellschaft für Konsumforschung (GFK) aus den Jahren seit 2010.

„Wir vertreten grundsätzlich die Auffassung, dass Eschwege gut dasteht, allerdings an Kaufkraft verliert“, sagt Stadtmanager Wolf-Dietrich von Verschuer. Andere vergleichbare Städte würden ebenfalls verlieren, die Zahlen seien aber auch Beleg dafür, „dass wir uns anstrengen müssen, um den Standard zu halten“, fordert der Geschäftsführer der Initiative Stadtmarketing.

In der Studie geht Wirtschaftsförderer Wolfgang Conrad auch auf die 30 Leerstände in der Eschweger Innenstadt ein. Neun Ladenlokale würden allerdings gerade umgebaut und nur deswegen vorübergehend ungenutzt sein, beschreibt er in seinem Report.

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