Neue Kreisverwaltung: Abrissarbeiten am Schlossplatz werden jetzt sichtbar

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Schweres Gerät in engem Hinterhof: Mit Baggern werden die Gebäude, die nicht mehr gebraucht werden, abgetragen. 

Eschwege. Im August haben die Abrissarbeiten für die neue Kreisverwaltung begonnen. Jetzt werden die Auswirkungen sichtbar.  

Um die Schmutzbelästigung so gering wie möglich zu halten, hat sich die Abrissfirma ASR-Mitte etwas Besonderes einfallen lassen. Der Staub wird mithilfe einer Schneekanone gebunden. „Das funktioniert besser als mit einem Schlauch“, sagt Junior-Chef Maurice Heuckeroth. Hunderte Kubikmeter Schutt müssen in den nächsten Wochen abtransportiert werden.

Abrissarbeiten seit August

Die Abrissarbeiten an dem Gebäudekomplex laufen seit August. Noch hat man nicht viel von den umfangreichen Arbeiten mitbekommen. „Die Arbeiter gehen von innen nach außen vor“, erklärt Landrat Stefan Reuß. In den vergangenen Wochen wurde das Gebäude entkernt und gesichert. Schwere Stahlträger wurden eingebaut, um die Statik der angrenzenden Gebäude zu erhalten. Mit dem Fahrradhaus Ebert in der Forstgasse teilte sich eines der abzureißenden Gebäude beispielsweise eine Außenwand.

Richtig zur Sache geht es derzeit im Innenhof des Eckgebäudes. Dort hat die Abrissfirma schweres Gerät aufgefahren. Ein 22-Tonnen-Kettenbagger, ein mobiler Bagger und ein Radlader tragen die Gebäude Stück für Stück ab. Immer im Einsatz: Schlauch und Schneekanone. Nur wenn es wie in den vergangenen Tagen regnet, ruht die Bewässerung.

Verkehrsbehinderungen

So geräuschlos wie der Abriss bislang vonstatten ging, wird es wohl nicht weitergehen. „Beim Abtransport der großen Schuttmengen wird es für den Verkehr zu Behinderungen kommen“, sagt Reuß. Für einige Zeit wird voraussichtlich die Rechtsabbiegespur an der Ampelkreuzung gesperrt. Wann das sein wird, steht noch nicht fest. Um die Fußgänger zu schützen, wurde An den Anlagen bereits ein Tunnel errichtet. Der Abriss der Gebäude soll bis zum 31. Oktober abgeschlossen sein. Auf 450 000 Euro belaufen sich die Kosten für die Vorbereitungsarbeiten.

Der Neubau der Kreisverwaltung

Parallel laufen die Entwurfsplanungen. Den Zuschlag hatte im vergangenen Jahr in einem Architektenwettbewerb das Berliner Büro Hufnagel erhalten. 8,2 Millionen Euro veranschlagen sie als Gesamtkosten. Der Entwurf sieht vor, das markante Eckgebäude entlang der Anlagen zur Hälfte und in Richtung Forstgasse bis einschließlich Eingangsbereich des Schlosshotels zu erhalten. Neu gebaut wird ein dritter Bogen, der die beiden Schenkel verbindet und das Ensemble schließt. Der Innenhof dieses dreieckigen Komplexes wird mit dem Sitzungssaal überbaut. Die Herausforderung: Zwischen Schlossplatz und Anlagen gibt es einen Höhenunterschied von eineinhalb Metern. Im Inneren soll es aber barrierefrei werden.

Abrissarbeiten für die neue Kreisverwaltung haben begonnen

Bis zum Jahr 2020 sollen die Arbeiten an dem Neubau abgeschlossen sein. Dann werden die Mitarbeiter, die jetzt in Oberhone und in der Bremer Straße untergebracht sind, dort einziehen. Zwischenzeitlich kommen in dem neuen Gebäude auch Beschäftigte aus dem Landgrafenschloss unter. Der Stammsitz der Verwaltung wird bis 2023 renoviert.

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