Kirch weiter Vorsitzender

Neuer Verwaltungsrat der BKK Werra-Meißner

Kontrollgremium: Ralf Kirch (Zweiter von links) und Marc Müller (Zweiter von rechts) stehen an der Spitze des BKK-Verwaltungsrates, der den Vorstand mit Marco Althans (links) und Harald Klement (rechts) kontrolliert. Foto:  Sagawe

Eschwege. Ralf Kirch ist der alte und neue Vorsitzende des Verwaltungsrats der Betriebskrankenkasse (BKK) Werra-Meißner. Zu seinem Stellvertreter wählte das paritätisch mit Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern besetzte zehnköpfige Gremium während der konstituierenden Sitzung Marc Müller.

Der Verwaltungsrat ist das Aufsichtsorgan des Vorstandes. Er verabschiedet beispielsweise den Haushalt der Krankenkasse und trifft strategische Entscheidungen, während das operative Geschäft Sache des Vorstandes ist. Durchschnittlich alle zwei Monate – zu den Etatberatungen auch öfter – tagt der ehrenamtliche Verwaltungsrat. Die BKK hat 38 000 Versicherte und ist die einzige Krankenkasse im Werra-Meißner-Kreis mit Aufsichtsgremium vor Ort.

In der starken Präsenz in der Region sieht die Versicherung ihre Stärke. „Wir kennen die Sorgen und Nöte der Menschen, die hier leben“, sagt Müller. Ralf Kirch beklagt die geringen Einflussmöglichkeiten auf das Leistungsangebot. Das sei zu großen Teilen gesetzgeberisch geregelt. Einzig über wenige Zusatzleistungen kann sich die BKK nach Beschreibung Kirchs positionieren. Auch Entscheidungskompetenz der einzelnen Kassen: der Zusatzbeitrag. Der liegt bei der BKK Werra-Meißner aktuell bei 1,1 Prozent und damit auf dem Niveau des bundesweiten Durchschnitts.

„Wir wollen im Kreisteil Witzenhausen stärker werden“, nennt Müller eines der Ziele der gerade begonnenen sechsjährigen Legislaturperiode. Während im Kreisteil Eschwege ein Marktanteil von dreißig Prozent erreicht wird, kommt die BKK im Raum Witzenhausen auf weniger als die Hälfte.

Die Steigerung des Kostenbewusstseins bei den Versicherten nennt Vorstand Marco Althans als weiteres Ziel: „Durchschnittlich hat jeder Versicherte 18 Arztkontakte pro Jahr. Wir müssen die Frage stellen, was jeder dieser Kontakte auslöst.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare