Mit „Mord auf der Rennbahn“ bringt der Dietemann seinen dritten Eschwege-Krimi heraus

Ralph Nowags neues Buch kommt am Samstag

Bratwurst-Haltung: Ralph Nowag demonstriert, wie der typische Eschweger auf dem Wochenmarkt seine Bratwurst isst. Knie leicht gebeugt und der Oberkörper nach vorne, damit das Fett nicht auf das Hemd spritzt. Eschweger Spezialitäten und anderer Lokalkolorit sind immer Thema in Nowags Büchern. Foto: Stück

Eschwege. Seine Ideen kommen ihm im Café, beim Hausarzt oder beim Frisör. Ralph Nowag ist ein aufmerksamer Beobachter und das findet sich in seinen Eschwege-Krimis wieder. Zweimal hat er bereits das Ermittler-Duo Jens Klose und Harry Schade erfolgreich ermitteln lassen. Jetzt folgt der dritte Fall: „Mord auf der Rennbahn“ kommt am Samstag in die Buchhandlungen.

Klose und Schade nehmen die Ermittlungen auf, nachdem eine junge Ehefrau nach einem Wochenendausflug ihren Mann zu Hause tot auffindet. Der hatte sich zuvor mit einem Klassenkameraden getroffen, der sich anschließend mit viel Geld auf der Flucht befindet. Die Geschichte nimmt eine überraschende Wendung. Insgesamt drei mysteriöse Todesfälle rauben Jens Klose den Schlaf. Ein Phantom verbreitet Angst und Schrecken in der nordhessischen Kleinstadt Eschwege. „Das Ende wird überraschen“, sagt Nowag.

Der Autor hat an seinem dritten Buch so lange geschrieben wie noch nie. Im April ist er nach 13 Monaten Arbeit fertig geworden. Denn nicht alle Einfälle für seine Bücher fliegen ihm auf der Straße zu. Seine Recherche ist genau. Ein Freund berät ihn bei der Kriminaltechnik. „Auch wenn er der Meinung ist, dass die Polizeiarbeit im Krimi nie richtig dargestellt wird.“ Ohne zu wissen, wie wer wen und warum umbringt, setzt sich Nowag nicht an den Computer. „Das Gerüst steht, bevor ich die erste Zeile geschrieben habe“, sagt der 61-Jährige. Die vielen Anekdoten in und um Eschwege sind für viele Leser das Salz in der Krimi-Suppe. Den Kritikern, die ihm zu viel Detailreichtum in seinen Schilderungen vorwerfen, wird er auch gerecht. „Beim aktuellen Buch habe ich 50 Seiten herausgestrichen. Das war nicht einfach."

460 Seiten zählt das Buch jetzt und ist damit deutlich kürzer als seine Vorgängerwerke. Die Erstauflage liegt bei 2000 Exemplaren und wird bundesweit verkauft. Sein Erstlingswerk wurde mit 1500 Stück erstaufgelegt, verkaufte sich insgesamt 2500-mal und ist heute nicht mehr zu bekommen. Nowag plant, auch ein Hörbuch herauszubringen. Um seinen Traum umzusetzen, sucht er aber noch Sponsoren.

Neu wird ein Anhang sein, der die Eschweger Mundart erklärt. Nowag greift dabei rund 100 Begriffe auf, die er hauptsächlich dem aus Eschwege stammenden Ermittler Harry Schade in den Mund gelegt hat.

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