Erste Mieter eingezogen 

Mit Blick über die Altstadt: Neues Gästehaus des Open Flair ist jetzt bezugsfertig

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Außentreppe: Die oberen Etagen des Neubaues an der Werra werden über eine außen angebrachte Treppe erschlossen.

Der Neubau gegenüber dem E-Werk an der Mangelgasse ist jetzt  nahezu fertig. Die ersten Mieter sind eingezogen. Der Arbeitskreis Open Flair ist Bauherr.

Die flexible Bauweise lässt viele Nutzungsvarianten zu. Das Gebäude ist für Büroräume ebenso geeignet wie als Wohnhaus.

450.000 Euro hat der Verein selbst finanziert, 150.000 Euro kamen aus Fördermitteln hinzu. Das baufällige Haus an dieser Stelle musste abgerissen werden, der Neubau passt sich der Umgebung an. „Wenn man von oben kommt, denkt man, das Haus steht schon immer dort“, sagt Open-Flair-Geschäftsführer Alexander Feiertag.

Von Künstlerwohnung bis Bürovermietung 

In der oberen Etage, direkt unter dem Dach plante der Arbeitskreis zunächst mit einer Künstlerwohnung. Die Idee ist jetzt eine von mehreren möglichen Nutzungen. Die gewerbliche Bürovermietung oder die Verwendung als Ferienwohnung sind die weiteren. „Es geht in erster Linie um die Refinanzierung“, sagt Feiertag. Der Ausblick vom Balkon, der mehr einer Dachterrasse gleicht, ist atemberaubend: Die Leuchtberge sind zu sehen, ebenso über die Werra hinweg die Altstadt. Ganztags zieht die Sonne an der südlich ausgerichteten Fensterfront vorüber.

Alle drei oberen Etagen sind über die außen liegende Treppe erschlossen. Im zweiten Obergeschoss, gleich unter der Dachetage, hat der Arbeitskreis Appartements für die FSJler eingerichtet. Die kämen meistens von außerhalb und müssten untergebracht werden. Beide kleinen Wohnungen sind belegt. Darunter, im ersten Obergeschoss, hat das Medienwerk eine vorübergehende Bleibe in den beiden Räumen gefunden. Während auf der gegenüberliegenden Straßenseite der Neubau entsteht, ist das Unternehmen Mieter im Open-Flair-Haus.

Außentreppe: Die oberen Etagen des Neubaues an der Werra werden über eine außen angebrachte Treppe erschlossen.

Die Leichtbauwände im ersten und zweiten Obergeschoss können jederzeit herausgenommen werden: Aus vier kleineren Räumen würden dann zwei große – auch das ist Teil des auf Flexibilität ausgerichteten Konzeptes.

Erdgeschoss musste aufgegeben werden 

210 Quadratmeter Nutzfläche sind insgesamt entstanden. „Das Erdgeschoss“, sagt Feiertag, „haben wir ganz bewusst aufgegeben.“ Das ist auch der Lage im Hochwassergebiet geschuldet. Der Blick von der Straße über den Innenhof zur Werra ist freigegeben. Es gibt im Parterre dennoch ein Büro und ansonsten Lager- und Haustechnikräume. Die Bodenplatte wurde auf das 100-jährige Hochwasser ausgerichtet.

Und wer in der Dunkelheit die Mangelgasse entlang geht, sieht schon von weitem die nächtliche Illumination des Gebäudes.

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