Zweiter Anlauf

Waldkindergarten: Neues Grundstück am Leuchtberg in Aussicht

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Wollen den Naturkindergarten ab August in Eschwege starten: (von links) Helge Bartels, Joana Richter mit Jorin (3) und Anna Graumann. Sie gehören dem Vorstand des Vereins Zukunftsschmiede an. 

Im zweiten Anlauf will der Verein Zukunftsschmiede zum 1. August dieses Jahres den Waldkindergarten eröffnen. Standort soll ein Grundstück an den Eschweger Leuchtbergen sein

Der Platz befindet sich oberhalb des Schützenheimes sein. Plätze gibt es für 20 Kinder ab drei Jahren, die Betreuungszeit soll zunächst von 7.30 bis 13.30 Uhr stattfinden. „Für zwölf Kinder liegen uns bereits verbindliche Anmeldungen vor, acht Plätze können wir noch vergeben“, sagt Helge Bartels, Mitinitiator und Vorstand des Vereins, der das Projekt seit zwei Jahren auf den Weg bringt.

Offen soll der Waldkindergarten für Kinder aus Eschwege und allen umliegenden Gemeinden wie Meinhard, Wehretal, Meißner, Berkatal und Wanfried sein. Die meisten Bürgermeister hätten zugesagt, die Kitaplätze mitzufinanzieren, so Anna Graumann vom Vereinsvorstand.

Auch die Stadt Eschwege habe bereits signalisiert, fünf Plätze im Waldkindergarten für den Verein vorzufinanzieren. „Warum das nicht mehr sind, verstehen wir nicht so richtig, da wir dann möglicherweise Eschweger Kinder bei der Vergabe der Plätze benachteiligen müssen“, so Anna Graumann. „Immerhin haben die Eltern ein Wunsch- und Wahlrecht bei der Kinderbetreuung.“

Die Eigentümerin des großzügigen Grundstückes an den Leuchtbergen hätten bereits ihre Zustimmung zu einem Pachtvertrag signalisiert. „Es war ein Wunsch der Stadt Eschwege, dass das Kitagelände für Eltern gut erreichbar ist, das ist hier durch die Zufahrt zum Schützenhaus gegeben“, so Anna Graumann.

Nun ist der Verein dabei über eine Crowdfunding-Aktion Spenden für den Kauf und Ausbau eines Bauwagens zu sammeln, gebraucht werden zunächst 5000 Euro. „Der Bauwagen soll eigentlich nur eine Basisstation für die Kinder sein, für Wechselkleidung und wenn es stürmt“, sagt Bartels. „Ansonsten werden die Kinder im Wald unterwegs sein.“Der Verein Zukunftsschmiede ist entstanden aus einer Elterninitiative, die neben dem Waldkindergarten auch eine freie Schule in der Region gründen will, derzeit aber ihren Fokus auf den Waldkindergarten legt. „Wir haben einen neuen Wirtschaftsplan vorgelegt und sind nah an der Betriebserlaubnis“, so Anna Graumann. „Wenn es jetzt scheitert, wird es keinen weiteren Anlauf mehr geben.“

Gestartet war der Verein Zukunftsschmiede ursprünglich mit dem Vorhaben, im Werra-Meißner-Kreis eine freie Schule zu gründen, beschränkte sich dann aber zunächst auf den Waldkindergarten. Als Örtlichkeit war 2019 das Wanderheim Siechenborn vom Verein in Betracht gezogen worden, doch zum einen waren die Brandschutzauflagen kaum erfüllbar, zum anderen stand die Finanzierung noch nicht.

Crowdfunding

Über eine sogenannte Crowdfundig-Aktion sammelt der Verein Zukunftsschmiede Mittel für den Kauf und Ausbau eines Bauwagens als Basisstation für die Kindergartenkinder. Wer sich beteiligen möchte, kann das noch bis Ende Februar über die VR-Bank Mitte tun. Alle Infos hier. Bis zum gestrigen Dienstag waren bereits 3530 Euro zusammengekommen. Wird die Summe von 5000 Euro nicht bis Ende Februar erreicht, gehen die Spenden an die Spender zurück. Dann ist das Crowdfunding gescheitert. Anmeldung: Wer sein Kind für den Waldkindergarten anmelden möchte, kann das unter freie-schule-eschwege.de tun

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