22. Haus wurde im Werra-Meißner-Kreis errichtet

Neues Schwalbenhaus für Albungen: 48 Vogelnester

Alle Beteiligten stehen vor dem neuen Schwalbenhaus in Albungen.
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Vor dem Schwalbenhaus: (von links) Georg Hofmann, Friedrich Haselhuhn, Henry Thiele, Florian Hartleib, Wolfgang Werner, Joachim Meißner, Dieter Pröger, Werner Oppermann, Heinrich Junghans, Wolfram Brauneis und Alexander Heppe.

Das 22. Schwalbenhaus des Werra-Meißner-Kreises wurde am Freitag am Ortseingang Albungens aufgestellt, nachdem es am vorherigen Standort auf dem Heuberg in Eschwege nicht von den Tieren angenommen worden war.

Dieter Pröger, Vogelschutzbeauftragter für Eschwege und Oberhone, blickte darauf zurück, dass es bereits vor zehn Jahren das Anliegen gegeben hatte, in Albungen ein Schwalbenhaus zu errichten, und sagte: „Aber wir haben es geschafft und jetzt überwiegt wieder die große Freude.“

Viel Eigenleistung hatten die Vogelschutzbeauftragten in dieses Projekt gesteckt und so war das Schwalbenhaus ebenso wie die anderen sechs im Stadtgebiet Eschwege von ihnen in Strahlshausen bei dem dortigen Vogelschutzbeauftragten Wolfgang Werner gebaut worden.

VR-Bank Mitte förderte das Projekt

Neben den 30 Prozent Eigenleistung wurde das Schwalbenhaus, an dem vor dem Standortwechsel einige Änderungen vorgenommen wurden, mit 2000 Euro aus der Stiftung „Herz für die Region“ der VR-Bank Mitte gefördert. Henry Thiele, Stiftungsvorstand, ermutigte dazu, Mittel für sinnvolle Projekte wie dieses zu beantragen, die die Stiftung gern unterstütze.

Der Dank Prögers galt auch der Stadt Eschwege, dem Baubetriebshof und den Stadtwerken sowie den Firmen Motorradsport Degenhardt für die Zwischenlagerung des Hauses, Schiedrum, Steinbruchbetrieb Kirschner und dem Ingenieurbüro Braunholz, das die Statik berechnet hat.

Auch Fledermäuse finden im Haus Platz

Allein das Schwalbenhaus ohne Mast wiegt 550 Kilogramm und misst 2,75 Quadratmeter, sodass 48 vorgefertigte Nester Platz finden und zwei Einfluglöcher Fledermäusen Raum bieten. Bürgermeister Alexander Heppe und Ortsvorsteher Georg Hofmann dankten den Vogelschutzbeauftragten für ihr Engagement, wobei Werner Oppermann und Heinrich Junghans als Vogelschutzbeauftragte für Albungen das Schwalbenhaus künftig betreuen werden.

Begeistert von dem Interesse der Bürger zeigte sich Friedrich Haselhuhn, Fachdienstleiter der unteren Naturschutzbehörde, und dankte denen, die sich über Jahre engagiert haben, für ihren Einsatz. Wolfram Brauneis, Vogelschutzbeauftragter des Kreises, fügte mit Blick auf die Häuser für Mehlschwalben hinzu: „Ich wünsche mir, dass uns das auch für die Rauchschwalbe gelingt.“

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