DLRG-Vorsitzender Axel Thormann gibt Tipps zum sicheren Baden im Werratalsee

Nicht zu lange plantschen

Spaß am Wasser: Lennox und Collin nutzen die sommerlichen Temperaturen. Sie spielen bei strahlendem Sonnenschein am Ufer des Werratalsees. Fotos: Sasse

Eschwege. Die Sonne strahlt auf den Stand des Werratalsees, das Thermometer zeigt um die 30 Grad. Während die Badegäste das schöne Wetter zum Sonnenbaden und Abkühlen im Wasser nutzen, wachen die ehrenamtlichen Rettungsschwimmer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) über die Badenden – bereit zum Retten, wenn es nötig ist.

Vier Badegäste – darunter ein fünfjähriger Junge und eine 72-jährige Frau – kamen in den vergangen Tagen in Badeseen und Schwimmbädern in Hessen ums Leben. Dennoch: „Die Zahl der Ertrinkenden ist im Allgemeinen zurückgegangen“, sagt der Vorsitzende des DLRG Ortsgruppe Eschwege-Wanfried Axel Thormann. Er verrät, was jeder tun kann, um sich beim Schwimmen zu schützen. • Wichtig sei es vor allem, sich mit den Baderegeln vertraut zu machen und diese einzuhalten. Am Werratalsee sind sie auf Schildern ausgehängt. • Im Werratalsee gibt es viel Gewächs, sagt Axel Thormann. Das sei kein Problem, wenn man dies wisse. Doch es könne passieren, dass Schwimmer in Panik verfallen, wenn sie die Pflanzen am Bein spüren. Dann gelte es ruhig zu bleiben und sich auf den Rücken zu drehen. • Eltern sollten auf ihre Kinder aufpassen. Diese können beispielsweise ihre Fähigkeiten überschätzen, wenn sie ihren Ball wiederholen wollen, der auf den See hinaus getrieben ist. • Den Badebereich nicht verlassen: Vor Saisonbeginn taucht das DLRG den mit Bojen abgesteckten Bereich ab. Sie entfernen dort zum Beispiel alte Flaschen und Gläser. Daher ist das Schwimmen dort am sichersten. • Der Körper ist aufgeheizt. Daher gilt: Sich nicht plötzlich ins kalte Wasser stürzen, denn sonst können Krämpfe entstehen. Zudem kühlt der Körper im kalten Wasser aus, darum sollten Badegäste nicht zu lange plantschen. • Eine Stunde vor dem Schwimmen nichts essen: Der Körper ist noch mit der Verdauung beschäftigt. Selbst wer nur auf einer Luftmatratze auf dem See treibt, kann plötzlich ins Wasser fallen. Krämpfe können sich bilden, was zu Panik führen kann.

Und wenn doch etwas passiert, passen die Rettungsschwimmer auf. Meist sehen sie, wenn jemand Schwierigkeiten hat.

Wer auf sich aufmerksam machen will, hebt die Hände. Der Werratalsee wird in den Ferien von 10 bis 19 Uhr bewacht.

Von Lara Sasse

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare