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Niederhöner Jürgen Gonnermann und Karl Bachmann wurden posthum geehrt

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Von: Tobias Stück

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Entstanden ist in Niederhone ein oval gepflasterter Begegnungsplatz mit zahlreichen angrenzenden Attraktionen.
Entstanden ist in Niederhone ein oval gepflasterter Begegnungsplatz mit zahlreichen angrenzenden Attraktionen.  © Tobias Stück

Der Eschweger Stadtteil hat am Wochenende zwei besonders verdiente Mitbürger gewürdigt und einen Platz und eine Halle nach ihnen benannt.

Niederhone – Der Begegnungsplatz an der Wehre wurde nach dem ehemaligen Ortsvorsteher Jürgen Gonnermann benannt, die benachbarte Turnhalle trägt jetzt den Namen von Karl Bachmann. Beide hatten sich in besonderer Weise um die Objekte verdient gemacht.

Turnhalle nach Karl-Bachmann benannt

Karl Bachmann war ein echtes Niederhöner Urgestein. Er besaß in Niederhone einen Kolonialwaren-Laden, war mehr als 30 Jahre Vorsitzender des Sportvereins, erster Stadtverordneter aus Niederhone und erster Ortsvorsteher ab 1981, als Niederhone auf Initiative der Vereine wieder selbstständiger Stadtteil wurde. Karl Bachmann kämpfte in den Parlamenten für den Bau einer Turnhalle in Niederhone, drohte 1964 mit Protestmarsch, legte 1965 den Grundstein für die Turnhalle und weihte sie 1966 ein. In Dankbarkeit erhielt die Halle jetzt seinen Namen. Ein entsprechendes Schild am Sportlereingang wurde am Samstag ebenfalls angebracht.

Karl-Bachmann-Halle: So heißt die Sporthalle in Niederhone.
Karl-Bachmann-Halle: So heißt die Sporthalle in Niederhone. © Privat

Begegnungsplatz nach Jürgen Gonnermann benannt

Jürgen Gonnermann hatte die Idee für diese Anlage und hat sie bei den städtischen Planern auch durchgesetzt. Entstanden ist hier ein oval gepflasterter Begegnungsplatz mit zahlreichen angrenzenden Attraktionen. Es gibt zwei große Holzliegen und eine Sitzgruppe mit mehreren Bänken. Abgegrenzt wird der Platz durch Sandsteine. Der Begegnungsplatz umfasst außerdem sogenannte Outdoor-Musikinstrumente und Spielgeräte. Das Spielangebot umfasst eine Nestschaukel und eine Stehwippe, die von allen Altersklassen gleichermaßen genutzt werden kann. Zudem gibt es bei der Sitzgruppe zwei Musiktrommeln, die besonders auch für Demenzkranke geeignet sind. Ziel der Stadt Eschwege und des Ortsbeirats war es, einen generationsübergreifenden Aufenthaltsort zu schaffen.

Heißt jetzt Jürgen-Gonnermann-Platz: Als Freund und Wegbegleiter berichtete Berthold Diegel von gemeinsamen Planungen mit dem ehemaligen Ortsvorsteher.
Heißt jetzt Jürgen-Gonnermann-Platz: Als Freund und Wegbegleiter berichtete Berthold Diegel von gemeinsamen Planungen mit dem ehemaligen Ortsvorsteher. © Privat

Jürgen Gonnermann war viele Jahre der agile und ideenreiche Ortsvorsteher in Niederhone. Er ist 2019 unerwartet gestorben und durfte den Erfolg seiner Bemühungen nicht mehr erleben, wie es in der Würdigung von seiner Nachfolgerin Susanne Meerwart in Wort und Bild hieß. Gemeinsam wurde der Name Jürgen-Gonnermann-Platz ausgesucht.

Als Freund und Wegbegleiter berichtete Berthold Diegel von gemeinsamen Planungen und Ideenentwicklungen für Niederhone und für die Stadt sprach Patrica Hölzel verbindende Worte und wünschte für Niederhone weiterhin eine gute Gemeinschaft. Rita Gonnermann, die Frau des posthum Geehrten, bedankte sich im Beisein ihrer Kinder und Enkel für die ehrende Würdigung durch diese Feierstunde.

Feierstunde im Anschluss

Die Feierstunde hatte der gemischte Chor der Liedertafel mit drei, zum Anlass passenden Chorsätzen unter der Leitung von Ulrike Hildebrandt eingeleitet. Dem Festakt schloss sich das Kinder- und Vereinsfest auf dem benachbarten Sportplatz an.  (Tobias Stück)

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