Impfung - Noch Zeit für den Grippeschutz

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Eine Impfung kann vor Gruippe schützen. Foto: Franziska Gabbert/dpa

Wie jedes Jahr rückt die Influenza an. Da die meisten Menschen  im Januar oder Februar an der Grippe erkranken, ist jetzt noch Zeit für eine Schutzimpfung.   

Werra-Meißner. Seit September lassen sich Menschen gegen Grippe impfen, um für den Winter gewappnet zu sein. Im vergangenen Jahr war der Impfstoff knapp geworden – dieses Jahr sieht es besser aus.

Hohes Fieber, Halsschmerzen, Husten, Schnupfen und eine laufende Nase sind Anzeichen für die Grippe (Influenza).

Ausreichend Impfstoff verfügbar 

Im vergangenen Jahr hatten die Apotheker Schwierigkeiten, genug Impfstoff zu besorgen. Dieses Jahr ist das anders. „Die Situation ist entspannter als vergangenes Jahr“, sagt Michael Schäfer, Inhaber der Rübezahl-Apotheke in Witzenhausen.

Auch Patricia Michel, Apothekerin in der Meißner-Apotheke in Hessisch Lichtenau meint: „Wenn nichts Ungewöhnliches passiert, haben wir genug bevorratet, um durch den Winter zu kommen.“ Allerdings gibt Peter Müller, Apotheker der Löwen-Apotheke in Witzenhausen, zu bedenken: „Im Moment sieht es gut aus, aber erfahrungsgemäß wird es irgendwann knapp.“ Denn: „Es gab noch kein Jahr in dem das anders gewesen wäre.“

Grippewelle beginnt im Januar und Februar 

Wann die ersten Erkrankten in diesem Winter in den Apotheken der drei stehen werden, können sie nicht sagen. Schäfer glaubt aber, dass es bald sein wird. Und: „Erfahrungsgemäß erkranken die meisten im Januar oder Februar“, erklärt Michel. Wer sich noch gegen die Grippe impfen lassen möchte, ist spät dran. „Er sollte sich schnell impfen lassen, denn es dauert etwa zwei Wochen, bis der Körper Antikörper gebildet hat“, erklärt Schäfer. 

Gefährdet sind ältere Menschen, Schwangere und chronisch Kranke

Besonders Menschen, die älter als 60 Jahre sind, chronisch Erkrankte wie Diabetiker und Schwangere haben ein erhöhtes Risiko, wenn sie an Grippe erkranken. Für jüngere Menschen, vor allem wenn sie fit sind, ist Grippe meistens nur mit einer mehrtägigen Bettruhe verbunden.

Körperkontakt vermeiden, auf Hygiene achten 

Da sich das Grippevirus durch Tröpfcheninfektion verbreitet, sollte, wer eine Infektion vermeiden möchte, bei Körperkontakt vorsichtig sein und auf Hygiene achten. Doch auch, wer geimpft ist, sollte aufpassen, wenn er gesund bleiben möchte. „Eine Impfung schützt nur vor dem Grippevirus, nicht vor einem grippalen Infekt, einer Erkältung “, erklärt Schäfer.

Bisher 37 Grippe-Fälle im Werra-Meißner-Kreis  

Dieses Jahr sind 37 Grippeerkrankungen im Werra-Meißner- Kreis bekannt. Nur eine entfällt nach den Angaben des Kreises auf den November und damit auf den aktuellen Winter. Zwei gab es im Januar, sieben im Februar, 22 im März undfünf im April. Laut dem Robert-Koch-Institut in Berlin starben im vergangenen Winter in Deutschland 954 Menschen an Grippe. (fab) 

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