Nordhessens Schulen sollen schnell ans Netz

Werra-Meißner. Die rund 240 Schulen in Nordhessen sollen so schnell wie möglich einen Zugang zum schnellen Internet bekommen.

Deshalb macht die Breitband Nordhessen – der Zusammenschluss der fünf nordhessischen Landkreise zum Breitbandausbau – nun Druck auf die Bundesregierung und bittet nachdrücklich um eine Überarbeitung des Bundesförderprogramms Breitband (BFP).

„Möglichst zügig“ müssten neue Förderfenster geöffnet werden, um die Anbindung aller Schulen an das Hochgeschwindigkeitsnetz zu ermöglichen, heißt es in einem Brief des Vorsitzenden der Gesellschafterversammlung der Breitband Nordhessen, Landrat Dr. Michael Koch (Kreis Hersfeld-Rotenburg), an den für die Digitalisierung zuständigen Staatsminister im Kanzleramt, Helge Braun. Die Breitband Nordhessen habe in den vergangenen Wochen alle Vorarbeiten geleistet, um einen Förderantrag für die Schulen in Nordhessen zu stellen.

„Jetzt müssen schnell die Förderkriterien angepasst werden, um die Förderfähigkeit des Antrags zu garantieren“, sagte Koch unserer Zeitung. Mit Blick auf den derzeit laufenden Netzausbau meint Koch, „es wäre ideal, jetzt gleich bis zu den Schulen weiterzubauen“. Die Breitband Nordhessen bemühe sich, die Knotenpunkte für Netzabzweiger schon jetzt möglichst dicht an Schulen zu bauen. Zugleich forderte Koch, dass der Bund kontinuierlich Geld für den Netzausbau bereitstelle. „Kurzfristige Programme treiben nur die Preise hoch“, warnte er. Zusätzliches Geld sei in kurzer Zeit nur schwer zu verbauen, weil dann der Markt oft überhitzt sei. Diese Erfahrung habe man schon mit dem Kommunalinvestitionsprogramm (KIP) des Landes gemacht.

„Das schnelle Internet ist ein wesentlicher Bestandteil der Daseinsfürsorge“ und müsse daher gerade in ländlichen Regionen mit Förderung des Bundes vorangetrieben werden, erklärte Koch.

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