Niedersachsen-Koalition kann Blockade beenden

Nordsee-Pipeline: Wende mit Rot-Grün?

Werra-Meissner. Nach dem rot-grünen Wahlsieg in Niedersachsen könnte eine Hürde abgeräumt werden, die einer Salzabwasser-Leitung zur Nordsee im Weg steht.

Bisher hat der Landtag in Hannover das lange Rohr zur Entsorgung flüssiger Abfälle aus dem hessischen K+S-Revier mit Mehrheit abgelehnt, das kurze Rohr zur Oberweser auch.

Allein die Grünen sind für die Pipeline von der Werra zur Küste. Das soll in den Koalitionsgesprächen mit der SPD auch auf den Tisch kommen. Christian Meyer, Grünen Fraktionsvize aus Holzminden, sagte auf Anfrage: „Wir setzen uns dafür ein, dass die Empfehlung des runden Tisches nicht weiter blockiert wird.“ Die Kurzvariante nur zur Oberweser lehnt auch Meyer ab. Er weiß sich einig mit vielen Anliegern am Fluss, aber auch mit der „roten Oberweserrunde“ von nordhessischen und südniedersächsischen SPD-Abgeordneten aus Bundestag und Landtagen. Sie forderten im Dezember, Niedersachsen solle sein Nein zur Nordsee-Röhre überdenken.

Gabriele Lösekrug-Möller, SPD-Vizelandeschefin aus Hameln, wollte Koalitionsgesprächen gestern nicht vorgreifen. Aber: „Niedersachsen als Joker gegen die Nordsee-Röhre - das geht nicht mehr!“ Ronald Schminke, SPD-Landtagsmitglied aus Hann Münden, sagte, auch Rot-Grün in Nordrhein-Westfalen habe sich auf die Nordsee-Linie geeinigt. (rie)

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