Klinikum Werra-Meißner

Das leisten Intensivbetten: Im Notfall übernimmt das Bett die Atmung

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Ein Maschinenwald für jede Körperfunktion: Ein Intensivbett auf einer entsprechenden Station in einem deutschen Krankenhaus.

Intensivbetten sind das A und O bei der Bewältigung der einer Pandemie. Wo es zu wenige von ihnen gibt, müssen Patienten aufgegeben werden. Was genau kann so ein Intensivbett?

Das Intensivbett

Ein Intensivbett nennt man eine Zusammenstellung von Geräten, mit denen praktisch jede menschliche Körperfunktion von einer Maschine übernommen werden kann. Zugleich werden sämtliche Körperfunktionen lückenlos überwacht.

Die Überwachung

Alle Vitalfunktionen werden überwacht. Dazu gehören die Sauerstoffsättigung des Blutes, Puls, Blutdruck, Körpertemperatur, EKG (Herz) , zum Teil auch EEG (Gehirn). Die Überwachungsmonitore sind mit einer Alarmfunktion ausgestattet und außerdem mit weiteren Monitoren in Stations- oder Arztzimmern gekoppelt.

Die Zugänge

Intensivpatienten erhalten neben den arteriellen Zugängen auch einen Zentralen Venenkatether (ZVK). Über den können im Gegensatz zu den arteriellen Zugängen deutlich größere Mengen an Flüssigkeit zugeführt werden, aber auch parenterale Ernährung (Nahrung, die direkt ins Blut geht).

Die Beatmung

Intensivbetten sind mit Beatmungsgeräten ausgestattet – einem zur invasiven Beatmung mittels Intubation und eins zur nicht invasiven Maskenbeatmung. Außerdem stehen Geräte zur Verfügung, mit denen Sekret aus der Lungen, aber auch aus Mund und Nase abgesaugt werden können.

Zu den Intensivbetten gehört auch eine Herz-Lungen-Maschine, die, wenn die Lunge nicht mehr selbst arbeiten kann – wie bei einer aggressiven Coronainfektion beispielsweise – das Atmen komplett übernimmt und so dem Blut außerhalb des Körpers Sauerstoff zuführt.

Die Bildgebung

Auf Intensivstationen von Krankenhäusern befinden sich immer mobile Röntgen- und Ultraschallgeräte, die zum Einsatz kommen können, ohne dass der Patient extra transportiert werden muss.

Der Defibrillator

Auf jeder Station gibt es Defibrillatoren, die im Falle eines Herzstillstandes zum Einsatz

kommen.

Die Dialyse

Bei Nierenversagen steht ein Dialyse-Gerät zur Verfügung, das die Blutreinigung für den Patienten übernimmt.

Die Matratzen

Die Matratzen in Intensivbetten sind entweder besonders weich, damit möglichst kein Druck auf den Körper ausgeübt wird oder sie passen sich den Druckverhältnissen an. Es gibt auch zusammenklappbare Matratzen, um die Patienten zu wenden.

Das Personal

Zu jedem Intensivbett und jeder Intensivstation bedarf es eigens geschulten Personals. Auf jeder Station eines Krankenhauses muss zumindest ein Intensivmediziner anwesend sein. 

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