Uwe von der Weth ist heute erneut im Stadion

„Ein mulmiges Gefühl“: Oberdünzebacher war war am Dienstag im Dortmunder Stadion

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Alles im Griff: Panik ist im und vor dem Dortmunder Fußballstadion am Dienstag nicht ausgebrochen. Nach der Spielabsage kamen alle Fans sicher nach Hause. 

Dortmund/Oberdünzebach. „Es war schon ein mulmiges Gefühl, als die Nachricht im Stadion die Runde gemacht hat“, sagt Uwe von der Weth aus Oberdünzebach. Der BVB-Fan war am Dienstagabend mit seinem Sohn Kevin im Signal-Iduna-Park und wartete vergeblich auf den Anpfiff des Fußball-Champions-League-Spiels zwischen Borussia Dortmund und Monaco.

Etwa zehn Kilometer von der Arena entfernt gab es drei Explosionen nahe des Mannschaftsbusses. Die Partie wurde abgesagt.

„Wir waren nachmittags schon in der Innenstadt unterwegs, haben uns dann anderthalb Stunden vor Anpfiff (20.45 Uhr) auf den Weg ins Stadion gemacht und sind auch zügig reingekommen“, berichtet von der Weth. Von der Nordost-Tribüne aus hat er beobachtet, wie der Mannschaftsbus der französischen Gastmannschaft in die Katakomben eingebogen ist und wollte eigentlich noch den BVB-Bus sehen.

Uwe von der Weth

 „Der kam dann nicht“, schildert der Polizeibeamte. Die Aufstellung, die normalerweise eine Stunde vor dem Spiel eingeblendet wird, sei ebenfalls nicht auf der Anzeigetafel erschienen. „Das kam uns schon etwas komisch vor“, so von der Weth.

Als emotionale und coole Aktion bezeichnet der Dortmund-Fan die Tatsache, dass die Monaco-Fans, er schätzte sie auf etwa 1500, in der Folge aus Solidarität „Dortmund, Dortmund“ gesungen hätten. „Dann hat das ganze Stadion mitgemacht. Fußball verbindet einfach über Grenzen hinweg“, meint Uwe von der Weth. Er lobt ferner, dass zu keiner Zeit Panik ausgebrochen sei – trotz massiver Polizeipräsenz vor dem Stadion. „Wir sind dann raus, mit der S-Bahn zum Auto und nach Hause gefahren.“ Zur Neuansetzung heute Abend  ist von der Weth wieder im Stadion. „Auch wenn man sich natürlich so seine Gedanken macht.“

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